Verkehrte Welt
Die Camorra ist in Neapel der größte Arbeitgeber, sie ist das soziale Netz, 
auf das sich viele Neapolitaner stützen. Sie gibt den Menschen Arbeit,
sei es durch den Verkauf von geschmuggelter Ware und Drogen,
das Stehlen von Autos und Motorini oder sogar Mord. Mehr als 3000 Killer
stehen bei der Camorra in Lohn und Brot. Auch der 17-jährige
Dieb Salvatore Albino machte nur seinen Job, als er im letzten
November ein Motorino stahl. Was er nicht wusste: Es gehörte der
Tochter eines Mafiabosses. Die Polizei fand ihn kurze Zeit später – ermordet.
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