Ein Supermarkt in den USA weigerte sich, einen Kuchen mit dem Namen des Nazi-Führers zu dekorieren. Die Eltern des 3-jährigen Geburtstagskinds wundern sich. Ein Name sei doch bloss ein Name, finden sie.
«Bronx Mowgli» , «Zuma Nesta Rock» und «Trigg» sind ja schon bizarre Namen für ein Kind, doch wenigstens sind sie harmlos. Nicht so der Name «Arian Nation» (Arische Nation) – der ist schon ein klares politisches Bekenntnis, und auf dem Schulhof kann es leicht zu Problemen damit kommen. Doch selbst dieser Name lässt sich noch toppen. Der ein Jahr ältere Bruder von JoyceLynn Aryan Nation Campbell heisst nämlich Adolf Hitler Campbell. In den USA, wo es kein Verbot von Nazi-Symbolen, -Insignien und -Namen gibt, ist es erlaubt, ein Kind «Adolf Hitler» zu nennen, aber auf Verständnis stösst man damit nicht überall.
So erging es dann auch den Eltern des 3-jährigen Adi aus Easton, US-Bundesstaat Pennsylvania. Sie bestellten im lokalen Supermarkt einen Kuchen für ihren Buben und wollten ihn mit dem Namen «Adolf Hitler» dekoriert haben. Doch der Filialleiter weigerte sich. «Wir behalten uns das Recht vor, etwas, das wir stossend finden, nicht auf unsere Kuchen zu schreiben. Und das fanden wir stossend», erklärte eine Sprecherin des Supermarkts. Sie fügte hinzu, man habe es auch in den beiden Jahren davor abgelehnt, den Namen des Nazi-Führers auf Kuchen zu schreiben, ebenso sei man nicht bereit gewesen, dem Wunsch des Ehepaares nach einem Hakenkreuz als Kuchendekoration nachzukommen.
Für die Campbells, die wie viele Menschen in Pennsylvania deutsche Wurzeln haben, ist die Entscheidung des Supermarkts unverständlich: «Wir haben einen neuen Präsidenten, und der sagt, es ist Zeit für einen Wechsel. Also, dann ist es Zeit für einen Wechsel», sagten sie gegenüber der Presse. «Ein Name ist bloss ein Name. Der Bub wird ja, wenn er mal gross ist nicht das tun, was [Hitler] getan hat.»
Bei einem anderen Supermarkt bekamen sie dann doch noch, was sie sich wünschten. An der Geburtstagsparty des kleinen Adi nahmen, so die Mutter, Deborah Campbell, zwölf Personen teil, und darunter habe es auch Nicht-Weisse gehabt.

Quelle: Info
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