
Wegen der Aussage von SVP-Nationalrätin Natalie Rickli, die Schweiz habe zu viele deutsche Einwanderer, sagen Gäste aus Deutschland ihre geplante Reise in die Schweiz ab. «Über unsere Niederlassung in Deutschland haben wir von ersten Annullationen erfahren», sagt Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus gegenüber der Zeitung «Der Sonntag». Der Walliser Tourismusdirektor Urs Zenhäusern hat bereits zehn Mails von deutschen Gästen erhalten, die ihre Ferien annullieren, weil sie sich wegen des «Deutschenhasses» in der Schweiz nicht mehr willkommen fühlen. Quelle

Ricklis Attacke komme zum ungünstigsten Zeitpunkt, sagt auch Gaudenz Thoma, Chef von Graubünden Ferien, gegenüber dem «Sonntag». Der Tourismus leide bereits unter dem starken Franken. «Da sind unausgegorene Rückenschüsse aus der Politik umso unverständlicher. Unsere intensiven Bemühungen, den Gästerückgang aus dem mit Abstand wichtigsten Auslandsmarkt Deutschland zu stoppen, werden so desavouiert.» Die SVP-Natinalrätin, die mit ihren Aussagen in Deutschland für Empörung sorgte und Anfragen für Auftritte bei ARD und ZDF sowie Interviews mit «Spiegel» und «Bild» erhalten hat, sagt: «Ich habe nicht erwartet, dass meine Aussagen so hohe Wellen werfen». Ihr Unmut, zu dem sie stehe, richte sich gegen die Zuwanderung allgemein und nicht gegen Deutsche: «In einer Demokratie ist es wichtig, dass Unbehagen frei ausgedrückt werden kann. Das ist ein Ventil gegen Frust». Doch gegenüber dem «SonntagsBlick» doppelt sie nach: «Einzelne Deutsche stören mich nicht, mich stört die Masse.» Die Diskussion über die Zuwanderung sei wichtig und nötig. «Mitte-links-Politiker und Journalisten werfen mir einen Satz vor, statt über verfehlte Zuwanderungspolitik zu reden», sagt Rickli weiter. Nicht nur aus der Tourismus-Branche, auch aus Bundesbern hagelt es Kritik: «Die Deutschenfeindlichkeit hat ein bedenkliches Ausmass angenommen», warnt CVP-Nationalrätin Schmid-Federer gegenüber dem «Sonntag». Sie habe nach Ricklis Auftritt viele Reaktionen von Deutschen in der Schweiz erhalten, die von Beschimpfungen als «Sau-Schwaben» berichten – «und das mitten in der Stadt Zürich». Von einer «bedenklichen Entwicklung» spricht auch CVP-Nationalrätin Kathy Ricklin: «Gehässigkeiten gegen Deutsche sind salonfähig geworden». Sie verstehe, dass sich Schweizer zum Teil etwas bedrängt fühlen: «Für unser Land und die Wirtschaft sind die Deutschen aber ein Gewinn». Für ihre Aussagen erntet Rickli auch in der eigenen Partei Kritik: «Ich bin absolut dagegen, dass man so mit Deutschen umgeht», sagt SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner zum «Sonntag». Er zähle die Deutschen zu seinen «besseren Freunden», betont Giezendanner: «Ich mache mit deutschen Zuwanderern ausnahmslos beste Erfahrungen». Selbst im Stab des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, der morgen Montag in Bern vom Bundesrat empfangen wird, heisst es, man sei «befremdet» über die «Animositäten» von Schweizer Politikern und Medien gegen deutsche Einwanderer. Und was denken Herr und Frau Schweizer? Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Isopublic im Auftrag des «SonntagsBlick» liefert überraschend eindeutige Resultate: Etwas mehr als ein Drittel – 36 Prozent – stimmen der Zürcher Nationalrätin Natalie Rikli zu: Ja, es habe «zvill Tüütschi» in der Schweiz. Eine Mehrheit von 58 Prozent aber sagt, der Anteil der deutschen Bevölkerung hierzulande sei gerade recht. Besonders aufschlussreich sind die Befunde zum Image der Deutschen. Bei den Einheimischen lösen die Deutschen
offensichtlich die Befürchtung aus, dass diese den Schweizern die
Jobs wegnehmen und die Miet- und Immobilienpreis in die Höhe treiben. Aber ebenso klar ist den Befragten, dass die Wirtschaft auf die Deutschen angewiesen ist. Diese gelten zwar als hochnäsig – im direkten Umgang bewahrheitet sich dann dieses Vorurteil aber oft nicht. Relativ gering ist die Befürchtung, die Deutschen könnten die Schweizer Kultur verändern.

Wir erachten die Deutschen nicht als Unwillkommen! Natürlich hat es viele. Jedoch hat es viel mehr andere Nationen die unter diese Rubrik (Unerwünscht) fallen würden. Ist der Kommentar der Nationalrätin nicht Rassistisch? Würde jemand denselben Artikel verfassen mit den Nationalitäten: Jugos, Israel, Afrikaner, usw. währe es schon längst eine Anzeige eingetroffen.
Und wieder schiesst man sich auf eine Person ein anstatt Lösungen am Grundproblem “Masseneinwanderung” zu präsentieren. Dazu kommt noch, dass sich zugewanderte Kriminelle nach wie vor schieflachen über die CH, da die Ausschaffungsinitiative noch nicht mal ansatzweise umgesetzt wurde. Das Polittheater geht mit Frau Ricklis Feinden offenbar in die nächste Runde… wie gehabt.
Ich vermute dass es keine Lösung in der Frage geben wird. Nach 2014 ist alles offen auch für die neuen Eu Länder. Die Deutschen waren in der Masse noch nie das Problem.
Von Ruedi
Ja, mit solchen äusserungen von Frau N. Ricklin, werden gewiss weniger Deutsche in der Schweiz Urlaub machen.Eine solche Nationalrätin muss man bei den nächsten Wahlen einfach nicht mehr wählen.
Dann muss man wirklich nach vorne schauen und die Proble sofort angehen! Zeit wurde viel zu viel verschwendet! sollte es nicht schon zu spät sein, kann man sagen das die Schweiz noch glück hat.