Höchste Asylbewerberzahlen seit dem Kosovokrieg


Die Asylzahlen sind so hoch wie seit 1999 nicht mehr. Derweil haben die Gegner der Asylgesetzrevision voraussichtlich genug Unterschriften für das Referendum beisammen.Quelle

Asylsuchende in La Chaux-de-Fonds.

Gut 28 600 Menschen haben im Jahr 2012 Asyl in der Schweiz beantragt. Das ist mehr, als die Stadt Zug Einwohner hat, und der höchste Stand seit 13 Jahren. BfM-Sprecher Michael Glauser bestätigt zu diesen der NZZ vorliegenden Informationen, dass sich die Gesuchszahl «in diesem Bereich» bewege. Die detaillierte Asylstatistik wird das BfM laut Glauser in den nächsten 10 bis 14 Tagen publizieren. Derzeit sei man noch dabei, die Statistik «zu verifizieren», sagt Glauser. Im Laufe des vergangenen Jahres war zeitweise befürchtet worden, die Asylzahlen könnten sogar die 30 000er-Marke überschreiten. Im Dezember ist der Zustrom jedoch im Vergleich zu den ersten elf Monaten etwas zurückgegangen. Dieser Rückgang dürfte mindestens zum Teil mit der Festtagspause zu erklären sein und muss noch nicht auf eine Trendwende hindeuten.

Nie mehr seit Ende der 1990er Jahre suchten so viele Menschen Asyl in der Schweiz. Damals hiess die zuständige Bundesrätin noch Ruth Metzler, und in Kosovo tobte ein Krieg, der die Menschen zu Zehntausenden in die Schweiz trieb. Im zweiten Kriegsjahr, 1999, reichten 47 513 Personen in der Schweiz ein Asylgesuch ein. Später gingen die Asylzahlen kontinuierlich zurück, erreichten 2005 einen Tiefstand und stiegen seither wieder an. Regelrecht explodiert sind die Zahlen mit dem sogenannten «arabischen Frühling» in Nordafrika und dem Nahen Osten. Stark verschoben seit dem Kosovokrieg hat sich die Herkunft der Asylsuchenden. Damals stammten mehr als zwei Drittel aus dem Balkan; heute ist die Herkunft der Asylsuchenden disparater. An der Spitze der Herkunftsländer stehen derzeit mehrere Staaten in Afrika. Am meisten Asylsuchende stammten 2012 wie schon im Vorjahr aus Eritrea; das steht fest, auch wenn das BfM die detaillierten Dezember-Zahlen noch unter Verschluss hält. Dahinter folgen Nigeria, Tunesien, Serbien, Afghanistan, Syrien und Mazedonien. Aus diesen Ländern waren schon 2011 am meisten Asylsuchende gekommen; 2012 hat sich die Rangliste der Herkunftsländer nur marginal verändert. Wegen des starken Zustroms haben die eidgenössischen Räte in der Herbstsession das Asylgesetz in mehreren Punkten verschärft und die Reform für dringlich erklärt. Dagegen haben verschiedene Parteien und Organisationen das Referendum ergriffen. Laut Debora Buess vom Referendumskomitee kamen bisher über 70 000 Unterschriften zusammen. Davon seien «schon fast 50 000 von den Gemeinden beglaubigt worden». Damit kommt das Referendum voraussichtlich zustande. Am kommenden Donnerstag soll das Referendum eingereicht werden.

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2 Gedanken zu „Höchste Asylbewerberzahlen seit dem Kosovokrieg

  1. „in Kosovo tobte ein Krieg, der die Menschen zu Zehntausenden in die Schweiz trieb“…und die fast alle immer noch hier sind und bereits ihre Familien nachgezogen haben und eingebürgert wurden.
    Die Fakten immer klar und unverwässert aufzeigen!

Unser Blog enthält Themen die in der Komplexität nicht für Jugendliche geeignet sind. Wir tolerieren keine Gewaltaufrufe und rassistische Äusserungen. Bruderschaft 1291

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