Deutschland: Muslime wollen an Feiertagen frei haben


Es wäre ein wichtiges Zeichen, sagte Muslime-Sprecher Mazyek. Auch österreichische Muslime fordern die Gleichstellung mit anderen Religionen.Quelle

Die deutschen Bundesländer sollten gesetzliche Feiertage für Muslime einführen. Das hat der Vorsitzende der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek gegenüber der WAZ Mediengruppe gefordert. Das wäre „ein wichtiges integrationspolitisches Zeichen“ und würde „die Toleranz in unserer Gesellschaft“ unterstreichen, wird Mazyek zitiert.
Mazyek denkt dabei an einen Feiertag während des Ramadans und an das islamische Opferfest. Diese Feiertage solle es nur für Muslime und nicht für alle Arbeitnehmer geben. Der Vorteil dabei wäre, dass nicht muslimische Kollegen die Arbeit an diesen Feiertagen erledigen könnten. Muslime könnten etwa bei der Polizei dafür Dienste zu Ostern übernehmen. Auch der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich ist eine rechtliche Regelung für die Feiertage Ramadan und Opferfest ein Anliegen. Österreichische Muslime, wie auch Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften, sollten die Feiertage gemeinsam mit ihren Familien feiern können, heißt es in einer Stellungnahme gegenüber DiePresse.com.

Feiertage in Österreich

In Österreich gibt es 13 gesetzliche Feiertage, wovon zehn in die  Kategorie „kirchlich“ fallen. Zusatzfeiertage gibt es bisher nur für  Angehörige der evangelischen Kirchen AB und HB, der Altkatholischen  Kirche und der Evangelisch-methodistischen Kirche am Karfreitag. Für  Juden gilt der Versöhnungstag (Jom Kippur) laut Generalkollektivvertrag  als arbeitsfreier Tag (mit gewissen Auflagen). Islamische Feiertage sind gesetzlich nicht geregelt. Allerdings haben  Schüler das Recht an den zwei wichtigsten islamischen Festen (Ramadan  und Opferfest) dem Unterricht fernzubleiben, wenn sie das vorher  schriftlich bekanntgegeben haben.
Der evangelisch-lutherische  Bischof Michael Bünker sprach sich 2011 bereits für einen gesetzlichen  Feiertag für Muslime aus, wie es ihn am Karfreitag für evangelische  Gläubige gibt.

Deutschland hat „keine islamische Tradition“

In Deutschland ist die Einführung muslimischer Feiertage umstritten. In der WAZ spricht sich CDU-Politiker Wolfgang Bosbach gegen gesetzliche islamische Feiertage aus, dafür gebe es „weit und breit keine Notwendigkeit“, da Deutschland „keine islamische Tradition“ habe. Die christlichen Feiertage, an denen derzeit die Arbeit niedergelegt wird, seien in einer christlichen-abendländischen Tradition entstanden.
Vorreiter in Deutschland war Hamburg. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) unterzeichnete im vergangenen Jahr einen Staatsvertrag mit Vertretern muslimischer und alevitischer Verbände. Darin wird festgelegt, dass muslimische und alevitische Feiertage denselben Status erhalten wie nichtgesetzliche christliche Feiertage. In Berlin wurde diese Regelung nach Hamburger Vorbild ebenso durchgesetzt.

Und wann kommt die Forderung bei uns? Da soll ein linker noch sagte es gäbe keiner Islamisierung auf leisen Sohlen.

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