Hat der Erste Weltkrieg Hitler geschaffen?


Welche Bedeutung hatten die Kriegserlebnisse des Soldaten Hitler für den späteren Diktator? Prägten ihn das Erleben des „Roten Münchens“ und die „Schmach von Versailles“? Historiker streiten darüber. Quelle

Lüge oder Wahrheit sind eine Frage der Perspektive. Jedenfalls bei Bildern: Es kommt immer auf den Blickwinkel an, mit dem ein Foto aufgenommen worden ist. Als sich am 1. August 1914 auf dem Odeonsplatz vor der Feldherrenhalle kriegsbegeisterte Münchner versammelten, lief der Verkehr auf der nahe gelegenen Brienner Straße zur Ludwigstraße völlig ungehindert weiter; sogar Straßenbahnen ratterten mit vollem Tempo vorbei. Es jubelten eben nur wenige tausend Kriegsbegeisterte. Doch als der Profi-Fotograf Heinrich Hoffmann von der Feldherrenhalle aus seine Plattenkamera auslöste, hatte er den Ausschnitt so gewählt, dass der gesamte Platz von einer unübersehbaren Menschenmenge gefüllt schien. Unter den Jublern war ein junger Exil-Österreicher, damals noch völlig unbekannt. Erst nachdem Adolf Hitler mit der völkisch-antisemitischen NSDAP aufgestiegen war und als aussichtsreichster Kandidat für das Amt des Reichskanzlers galt, im März 1932, veröffentlichte Heinrich Hoffmann eine Version seiner Aufnahme, auf der Hitlers Gesicht recht klar zu erkennen war und zusätzlich mit einem vergrößerten Ausschnitt hervorgehoben wurde.Experten wie der Düsseldorfer Historiker Gerd Krumeich vermuten, dass es sich bei diesem angeblich zufällig entdeckten Bild um eine geschickte Fotomontage handelt. Doch da bisher die Originalglasplatte mit diesem Bild nicht entdeckt werden konnte, lässt sich dieser Verdacht weder bestätigen noch entkräften. weiterlesen….

So bleibt die Person Adolf Hitler am Leben

5 Gedanken zu „Hat der Erste Weltkrieg Hitler geschaffen?

  1. Von susanne willers
    Mit “social bias” wird in der modernen Anthropologie die “ultrasoziale” (Richerson & Boyd 1998) Grundvoreinstellung des modernen Menschen (H. sapiens sapiens) bezeichnet, genauer: dessen extreme soziale Intelligenz und deren Folgeerscheinungen (s. Herrmann et al. 2007).
    Nur die sozial intelligentesten Tiere sind zu kognitiven Höchstleistungen fähig wie Empathie, Theory of Mind, Liebe, Mobbing, Eifersucht, Neid, Hass, etc.
    Kennzeichnend für den social bias sind unhinterfragte Voraussetzungen in Aussagen wie “unser Volk”, “wir Juden”, “die Deutschen wollen…”, “Rothemden vs. Gelbhemden”, “FC-Bayern Fans”, etc. etc.
    Dieser social bias dürfte spätestens mit der Sesshaftwerdung genetisch verankert worden sein (vgl. Blut-und-Boden-Ideologien, Nationalismus, Chauvinismus, Kriege).
    Auch das heutige (2014) mediale Jubelgeschrei (!) anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums (!) des Ausbruchs des 1. Weltkrieges dürfte ein Anzeichen für einen zunehmenden “deutschen” bzw. “gesamteuropäischen” social bias sein.
    Literatur

    HERRMANN, Esther et al. (2007): Humans Have Evolved Specialized Skills of Social Cognition: The Cultural Intelligence Hypothesis. Science 317 : 1360-6
    RICHERSON, PJ, BOYD, R. (1998): The evolution of human ultrasociality. In: Ethnic conflict and indoctrination (edited by I. Eibl-Eibesfeldt & F.K. Salter), pp. 71-95, Oxford.

    @ susanne willers
    Und deine ganz persönliche Meinung dazu

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