Pulli in «Arena» sorgt für Aufregung


Ein Gast der Sendung «Arena» trug gut sichtbar für die Zuschauer einen Thor-Steinar-Pulli. Die Marke ist beliebt bei Rechtsextremen.Quelle

Abstimmungskampf in der Sendung «Arena» am 31. Januar: In der ersten Reihe der Zuschauer steht die Befürworterin der Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache», alt Nationalrätin Elvira Bader (CVP).Als sie zu Wort kommt, schwenkt die Kamera auf sie – und auf die Zuschauer hinter ihr. Ein junger Mann steht dort, sein Pullover ist mit der Aufschrift «Nordic Division» versehen. Darunter in grossen Buchstaben: «Steinar». Immer wieder kommt das Kleidungsstück ins Bild, mehrere Sekunden lang. Auf Twitter gefeiert Es ist ein Kapuzenpullover der berüchtigten Marke Thor Steinar – einer Marke, die vorwiegend von Rechtsextremen getragen wird. Die Kleider gelten als Erkennungsmerkmal unter Personen mit braunem Gedankengut.

Das fiel auch dem «Schweizer Krieger» auf, einem Blogger, der per Blog und Twitter seine Überzeugungen und seine fremdenfeindliche Gesinnung kundtut. Höhnisch kommentierte er: «Auch die etwas andere politische Meinung war vertreten. Zur besten Sendezeit. Wir gratulieren.»

Das stösst dem St. Galler Bündnis gegen Rassismus sauer auf. Die Organisation beschwerte sich bei der Arena-Redaktion und machte sie auf den «unhaltbaren Zustand in der Sendung» aufmerksam. Das Bündnis forderte das SRF auf, dass es ein «klares Statement gegen rechtsextremistisches Gedankengut braucht, gerade wenn Zeichen offen im staatlichen Fernsehen zur Schau gestellt werden».«Rechtsextreme Symbole tolerieren wir nicht»  Grundsätzlich können die Zuschauer in der Sendung «Arena» anziehen, was sie wollen. Redaktionsleiterin Marianne Gilgen sagt dazu: «Es gibt bei der Arena keine eigentlichen Kleidervorschriften oder -kontrollen.»Vor der Sendung werde darauf geachtet, ob ein Zuschauer beispielsweise auffällige Werbeaufschriften auf seiner Kleidung trage. In so einem Fall werde die Person im Publikum so versetzt, dass sie in der Sendung nicht im Bild zu sehen sei.

Gilgen sagt: «Rechtsextreme Symbole tolerieren wir nicht. Leider ist uns das Sweatshirt mit dem Aufdruck nicht aufgefallen.» Das Symbol sei dem Team auch nicht bekannt gewesen. «SRF und die Sendung ‹Arena› distanzieren sich ausdrücklich von jeglicher Art von Extremismus.»«Jeder kann anziehen, was er will» In der Schweiz verkauft der Laden Power Zone in Basel unter anderem die Marke. Geschäftsführer Lorenzo Zanolari geht die Diskussion um die Verbindung der Marke zum Rechtsextremismus auf die Nerven. «Thor Steinar wird von allen gekauft – auch von Ärzten oder Managern.»Die Runen, die von der Marke auf die Kleider gedruckt werden, seien Tausende von Jahren alt. Dass die Nationalsozialisten diese ebenfalls verwendeten, habe nichts zu bedeuten. «In einer funktionierenden Demokratie kann jeder Mensch immer noch anziehen, was er will.»Das sehen vor allem deutsche Gerichte anders. Vor einigen Jahren zierte Thor Steinar ein Logo, das im Dritten Reich unter anderem von der Hitlerjugend und der SA verwendet wurde. 2005 musste das Logo geändert werden, da es als verfassungsfeindlich eingestuft wurde. Seit 2013 verwendet Thor Steinar wieder sein ursprüngliches Logo, eingebettet in einen Kreis mit Sonnenstrahlen.In einigen deutschen Fussballstadien ist das Tragen der Marke untersagt. Im November nahm beispielsweise der Berliner Fussballklub Hertha BSC die Regel in die Stadionordnung auf: «Zuschauern, die Kleidung der Firma Thor Steinar tragen, wird der Zugang zum Olympiastadion verwehrt.»

Die Medien wurden durch uns aufmerksam, es wurde von uns am Sonntag ausgeschaltet, nach dem die Sendung Arena lief.

Unser Blog enthält Themen die in der Komplexität nicht für Jugendliche geeignet sind. Wir tolerieren keine Gewaltaufrufe und rassistische Äusserungen. Bruderschaft 1291

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