So viel kostet den Kanton Aargau ein Asylbewerber


Kantone und Gemeinden werden mit Bundesgeldern im Asylwesen unterstützt. Rund 1500 Franken bekommen die Kantone im Monat pro Asylsuchenden. Das reicht aber nicht immer ganz aus, um alle Kosten zu decken. Quelle

Das Asylthema ist ein Dauerbrenner. Jüngste Entwicklung: Der Kanton Aargau steckt 80 000 Franken in ein Pilotprojekt in Oftringen – um die Sicherheit in einer Unterkunft für abgewiesene Asylbewerber zu verbessern. Ist der Versuch erfolgreich, sollen die strengeren Massnahmen – Videoüberwachung und ein Zaun – auch in wenigen anderen Unterkünften angewandt werden. 80 000 Franken für Asylbewerber, die das Land ohnehin bald verlassen müssen? Das ruft die üblichen Verdächtigen auf den Plan.Von rechter Seite werden die hohen Kosten kritisiert. Das Asylwesen laufe immer weiter aus dem Ruder, heisst es. Und am Stammtisch wird nach unzimperlichen Lösungen gerufen.Tatsächlich ist die Sache nicht ganz so einfach. Ein Blick in die Asylverordnung des Bundes zeigt, wie die Gelder verteilt werden: Mit den Kantonen hat man sich auf eine monatliche Globalpauschale von 1490 Franken pro Asylsuchenden geeinigt, die vom Bund an die Kantone ausbezahlt wird.«Die Globalpauschale setzt sich zusammen aus einem Anteil für Mietkosten, einem Anteil für Sozialhilfe- und Betreuungskosten und einem Anteil für Krankenversicherungsprämien, Selbstbehalte und Franchisen», sagt Roland Juen, Leiter Asyl beim Sozialdienst des Kantons Aargau.Der Bund rechnet im Schnitt in dieser Pauschale für die Krankenkasse 362 Franken, 228 Franken für Mietkosten, 623 Franken für Sozialhilfe und für die Betreuung der Asylsuchenden 277 Franken.Dabei sind der Wohnkostenanteil und die Krankenkassenprämien die einzigen Bereiche, in denen es zwischen den Kantonen Unterschiede gibt.Der Wohnkostenanteil wird unter Berücksichtigung einer Bandbreite zwischen 80 und 120 Prozent kantonal abgestuft. Für den Kanton Aargau sind dies 104,9 Prozent. Die Krankenkassenprämien richten sich nach den kantonalen Durchschnittprämien.Von den rund 50 Franken, die den Kantonen pro Tag und Asylsuchenden bezahlt werden, gehen Fr. 31.50 an die Gemeinden, denen die Asylsuchenden zuwiesen werden.Damit müssen die Unterbringung, die Sozialhilfe und die Betreuungskosten gedeckt werden.Die Gesundheitskosten laufen weiterhin über den Kanton. Allfällige situationsbedingte Leistungen werden den Gemeinden effektiv entschädigt. Von den Fr. 31.50 werden im Kanton Aargau pro Asylsuchenden am Tag 9 Franken für die Unterkunft berechnet – egal ob Kinder oder Erwachsene.Abstufungen gibt es dagegen beim Geld, das die Asylsuchenden zur freien Verfügung bekommen: Kinder bis 6 Jahre erhalten 6 Franken, bis 16 Jahre 9 Franken und Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren 10 Franken. Der Rest der 31.50 wird für die Betreuung  und Haushaltsnebenkosten aufgewendet.Andere Massstäbe gelten für die Asylunterkunft Oftringen, weil dort abgewiesene Asylsuchende leben. Für diese erhalten die Kantone keine Monatspauschale, sondern eine einmalige Nothilfepauschale von 6000 Franken. Daraus erhalten die Asylsuchenden täglich Fr. 7.50 ausbezahlt. Für Wohn-, Gesundheits- und Betreuungskosten gilt dieselbe Regelung wie bei den anderen.Die Nothilfeunterkunft Oftringen wird vom Kanton betrieben. «Hier sind zulasten der Nothilfepauschale auch die Sicherheitskosten zu decken», sagt Roland Juen. Ob beziehungsweise wie viel der Kanton draufzahlen muss, sei unterschiedlich und fallabhängig.Der Kanton Aargau muss gemäss Verteilschlüssel 7,7 Prozent aller Asylsuchenden in der Schweiz aufnehmen. Von den rund 2500 Personen leben 1500 in kantonalen und 1000 in gemeindeeigenen Unterkünften. «Den Gemeinden reicht die Monatspauschale meistens aus», sagt Juen. Und: Wie viel welche Gemeinde draufzahlt, sei bisher nicht statistisch erhoben worden.Neben der Nothilfepauschale für abgewiesene Asylsuchende gibt es die Integrationspauschale von ebenfalls 6000 Franken für anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen; auch dies eine einmalige Zahlung. «Der Aufwand hier ist unterschiedlich», sagt Juen. «Die Integrationsmassnahmen werden aber primär über das Amt für Migration und Integration (Mika) abgewickelt. Die Vorsorgebehörden stellen Anträge, die das Mika dann bewilligt.» Weiter erhalten die Kantone eine Verwaltungskostenpauschale, die grösstenteils zur Deckung der Verwaltungskosten des Mika verwendet wird.

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