Friedliche, aber angespannte Stimmung


 Trotz angedrohter Räumung wird im Laufe des Abends ein weiteres Dutzend Fahrende auf der Kleinen Allmend in Bern erwartet. Sicherheitsdirektor Nause versuchte vergeblich, zu verhandeln. Quelle

Nach einem turbulenten Tag ist auf der Kleinen Allmend vorerst Ruhe eingekehrt. Die Polizei ist nicht mehr vor Ort. Dennoch ist die Stimmung angespannt. «Wir haben Angst, unter uns sind viele Schwangere und Kinder», sagt ein Fahrender am Mittwochabend gegenüber 20 Minuten. Wann die Behörden das Camp tatsächlich räumen werden, ist unklar. Der Pressesprecher der Jenischen ruft aber zu einem gewaltfreien Protest auf. «Aber wir geben nicht einfach so auf und räumen den Platz», sagt Gerard Müllhauser. Einer seiner Kollegen sieht dies anders: «Ich überlasse denen nicht meinen Wohnwagen und wehre mich bis zum Schluss.»Wohin die Jenischen dann gehen werden, wissen sie noch nicht. Doch zum Vorwurf, sie würden das Berner Volksfest an der BEA behindern, haben die Fahrenden eine klare Haltung. «Sind denn Kühe wichtiger als Menschen?», so ein Angehöriger.Am Mittwochnachmittag hatte Sicherheitsdirektor Reto Nause mit den Fahrenden auf der Kleinen Allmend das Gespräch gesucht. Die Jenischen wiederholten ihre Forderung nach mehr Durchgangsplätzen. Nause machte jedoch klar, dass dies nicht in der Kompetenz der Stadt liege. Er versprach aber, innert Wochenfrist das Gespräch mit dem Kanton zu suchen. «Wenn ihr abzieht, dann mache ich auch meine Telefonate», so Nause. Die Bevölkerung habe Verständnis für die Anliegen der Jenischen, dieses würde aber durch die Behinderung der BEA aufs Spiel gesetzt, so der Sicherheitsdirektor. Daraufhin boten die Jenischen an, für den Standplatz auf der Kleinen Allmend zu bezahlen. Sie forderten von Nause, mit der Messeleitung der BEA zu verhandeln. Der Sicherheitsdirektor lehnte dies jedoch ab und forderte die Fahrenden abermals auf, das Gelände zu verlassen.Die Stadt hatte Mittwochmittag beschlossen, den Platz zu räumen. Wie ein Fahrender gegenüber 20 Minuten sagt, werde man den Platz nicht verlassen. «Die Schlüssel in den Fahrzeugen stecken teilweise. Dann soll die Stadt diese selbst wegfahren.» Zwischenzeitlich spitzte sich die Lage zu, als immer mehr Fahrende auf den Platz fuhren. Ein weiteres Dutzend Wohnwagen soll im Laufe des Abends eintreffen. Zudem drohten die Jenischen, mit ihren Fahrzeugen Strassen in der Bundesstadt zu blockieren. Marc Heeb, Leiter Orts- und Gewerbepolizei, hatte derweil Kontakt mit Vertretern des Bundes. Im Mai soll eine Sitzung stattfinden. Dies genügt den Jenischen allerdings nicht. Sie wollen eine schriftliche Zusage, das etwas gegen den Mangel an Plätzen unternommen wird.Die Schweizer Fahrenden gehören zur Gruppe der Jenischen. Sie wollen sich bewusst von anderen Gruppierungen abgrenzen. «Wir leiden unter dem schlechten Ruf, den andere Transitfahrende haben», sagt ihr Sprecher Gerard Müllhauser. Der Bund verspreche seit Jahren für Standplätze zu sorgen, geschehen sei aber nichts. Man habe zwar Verständnis für die Forderung der Fahrenden nach mehr Standplätzen, schreibt der Berner Gemeinderat seinerseits in einer Mitteilung. Er weist darauf hin, «dass die Bereitstellung von Standplätzen nicht eine städtische Aufgabe ist, sondern in die kantonale Verantwortung fällt».Die Fahrenden waren am Dienstag in Bern angekommen. Die Polizei hatte die Wagenkolonne bereits im Wankdorf gestoppt und dann auf die Kleine Allmend geleitet. Bei der Kontrolle wurde Roman Waser offenbar im Gesicht verletzt. «Man hat mich aus meinem Wohnwagen gerissen. Ich habe über zwei Stunden im Spital verbracht», sagt er. Die Kapo bestätigt den Vorfall. «Der Fahrende hatte sein Fahrzeug auf der linken Fahrspur abgestellt. Er ist der Forderung nicht nachgekommen, dieses auf die rechte Spur zu stellen», sagt Sprecher Christoph Gnägi. Anschliessend sei es zu einem Handgemenge gekommen, bei dem auch ein Polizist verletzt wurde. «Auch er musste sich in ärztliche Behandlung begeben und ist immer noch krank geschrieben.»

Es ist eine Schande wie Randstänige und solches Gesindel bei uns machen könne was sie wollen. Wir erwarten von den Behörden ein härteres durchgreifen, sonnst macht das Schule. ES gab eine Zeit, da währe sowas nie und nimmer möglich gewesen.

Bruderschaft1291

5 Gedanken zu „Friedliche, aber angespannte Stimmung

  1. Fährst Du als Deutscher 20 zu schnell in der Schweiz bist Du fast schon ein Terrorist und hast Du nicht genug Kohle dabei, beschlagnahmen die Bullen Deine Karre. Aber solcher Humanschrott wird gehätschelt wie die Muselpest in Absurdistan.

  2. Wenn es eine seriöse Diskussion in der Öffentlichkeit über die realen Probleme von und mit Fahrenden gibt (und die gibt es momentan nicht), dann wird es auch Lösungen geben. Bis dahin bleibt es beim Gutmenschenpallaver.

Unser Blog enthält Themen die in der Komplexität nicht für Jugendliche geeignet sind. Wir tolerieren keine Gewaltaufrufe und rassistische Äusserungen. Bruderschaft 1291

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