Kritik an islamfeindlicher Karikatur der EVP


Im Hinblick auf die Kirchensteuer-Abstimmung zieht die EVP alle Register: In ihrem Infoblatt sägt ein Muslim zusammen mit einem FDPler an einem Kirchturm. Das sorgt für Empörung. Quelle

Auf der Karikatur im neuesten Infoblatt der Evangelischen Volkspartei (EVP) sind ein Muslim und ein FDPler zu sehen, die gemeinsam an einem Kirchturm sägen. Auf dessen Dach thront das EVP-Maskottchen, ein Güggel, und erleichtert sich gerade in Richtung des Freisinnigen. Die kirchennahe Partei wehrt sich damit gegen die Initiative der Jungfreisinnigen, die am 18. Mai die Abschaffung der Kirchensteuer für Unternehmen fordert. Die Muslime werden hier pauschal als Kirchengegner dargestellt. Dies irritiert und ärgert mich», sagt Belkis Osman-Besler, Vizepräsidentin der Vereinigung Islamischer Organisationen Zürich, gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Es sei zudem absurd, denn die muslimischen Organisationen hätten keine Parole für die Abstimmung herausgegeben. Sie habe ein gewisses Verständnis, dass eine Partei den Abstimmungskampf emotionalisieren wolle. «Doch bitte nicht auf Kosten der Muslime.»Auch Andri Silberschmidt, Präsident der Jungfreisinnigen, findet die Darstellung des sägenden Muslims fragwürdig. «Sie spielt die Religionen gegeneinander aus und ist dem religiösen Frieden alles andere als förderlich.» Auch die Darstellung des älteren, schnauztragenden FDP-Brillenträgers im EVP-Fäkalregen findet der 20-Jährige «respektlos» und fügt an: «Wenn schon, hätten sie mich darstellen müssen.»EVP-Geschäftsführer Peter Reinhard räumt derweil ein, dass die Karikatur zugespitzt ist. Auch gibt er zu, dass der Cartoon die Debatte emotionalisieren soll. Die Zeichnung sei aber nicht gegen Muslime gerichtet, sie solle vielmehr darstellen, dass «man das Feld den anderen überlasst, wenn man an den eigenen Grundfesten rüttelt». Islamfeindlich ist die Karikatur nach Ansicht von Reinhard nicht.Ohnehin ist der Cartoon nicht das Einzige, was im neuesten EVP-Info zu reden gibt. Die Abstimmungsparole, die in der gedruckten Ausgabe gleich über der Karikatur platziert ist, empfiehlt bei der Kirchensteuer-Initiative ein «Ja» statt ein «Nein». Das sei der «saudümmste Fehler», der passieren konnte, sagt Reinhard dazu. In der Online-Ausgabe konnte die Partei den Fehler inzwischen korrigieren. Zudem schaltete man zusätzliche Inserate in der Regionalpresse mit der Nein-Parole.

Der Islam fühlt sich mal wider beleidigt, das ist so erbärmlich.

 

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