Wegen WhatsApp – Jungen fehlt Gesprächsstoff


 

Viele Junge verbringen heute mehr Zeit auf WhatsApp als mit Freunden – und pfeifen im echten Leben auf Gespräche. Das hat laut Experten aber nicht nur Nachteile. Quelle

Lieber chatten als miteinander reden: Ein Drittel der Jugendlichen gibt in einer englischen Studie an, mehr Zeit mit WhatsApp und Co. zu verbringen, als sich mit Freunden zu treffen. Wie «Daily Mail» schreibt, sind die sozialen Medien laut dem «i Generation Report» die wichtigste Kommunikationsform der befragten 8- bis 14-Jährigen. Dieser Trend stellt Philippe Wampfler, Lehrer und Autor des Buches «Generation Social Media», auch bei Schweizer Jugendlichen fest. Soziale Medien führten zu Veränderungen in der Kommunikation mit dem Gegenüber. «Früher haben sich die Jugendlichen öfter getroffen und sich dabei gegenseitig alles erzählt – vom verstauchten Knöchel bis hin zur Beziehungskrise mit dem Freund.»Heute werden diese Themen laut Wampfler direkt in den sozialen Netzwerken oder per WhatsApp diskutiert. «Das führt dazu, dass viele Junge im realen Leben manchmal gar nicht mehr wissen, worüber sie sich unterhalten sollen.» Ihnen fehle der Gesprächsstoff.Auch Patric Raemy, Medienexperte bei Pro Juventute, stellt fest, dass heutzutage ein grösser werdender Teil der Kommunikation über die sozialen Medien läuft. «Immer Jüngere haben immer mehr Geräte zur Verfügung, die sie für ihre Kommunikation nutzen können.» Die sozialen Medien würden eine einfachere Kommunikation erlauben: «Früher musste man zehn Telefonate machen, heute reicht eine Nachricht in einem Gruppenchat und alle sind informiert.»Nur könnten diese Unterhaltungen weniger Emotionen transportieren – auch wenn in einem Chat schneller Sachen gesagt würden, die man sich im realen Leben nicht trauen würde. «Und was einmal in einem Chat steht, ist gespeichert und kann nicht so schnell wieder vergessen werden.»Doch wie wirkt sich diese veränderte Kommunikation über soziale Medien schliesslich auf die Freundschaften der Jungen aus? Für die Experten sind unterschiedliche Auswirkungen denkbar – und diese müssen nicht nur schlecht sein: «Für die einen sind die sozialen Medien ein Mittel, Freundschaften aufrechtzuerhalten, die sie sonst – beispielsweise aus zeitlichen Gründen – vernachlässigen würden», meint Wampfler.Dennoch könne auf der anderen Seite eine zu starke Fokussierung auf die digitale Kommunikation dazu führen, dass Jugendliche einsamer werden, sich weniger akzeptiert fühlen oder dass sie eher Mobbing ausgesetzt sind. Wampfler: «Finden Unterhaltungen beispielsweise vorwiegend per WhatsApp statt, können sich Jugendliche, die etwa nicht in solch einen Chat involviert sind, schnell als Aussenseiter fühlen.»Auch wenn WhatsApp und Facebook einen wichtigen Teil im Leben vieler Jugendlicher einnehmen, glauben die Experten nicht, dass sie die Face-to-Face-Unterhaltung jemals komplett ersetzen werden. Das zeigen auch die Ergebnisse der «i Generation Report», wonach die meisten Befragten angaben, zu viel Zeit an ihren Handys und Computern zu verbringen. Denn am meisten Spass hätten sie immer noch draussen, beim Spielen mit Freunden.«Auch ich stelle fest, dass bei Jugendlichen, die bereits mehrere Jahre soziale Medien nutzen, eine gewisse Müdigkeit einsetzt», so der Social-Media-Experte Philippe Wampfler. Diese Jugendlichen versuchten dann bewusst, nur noch die nötigsten Informationen in den sozialen Medien zu teilen und die echten Geschichten für das persönliche Treffen aufzusparen.

Ist das nicht ein Armutszeugnis ?

 

Unser Blog enthält Themen die in der Komplexität nicht für Jugendliche geeignet sind. Wir tolerieren keine Gewaltaufrufe und rassistische Äusserungen. Bruderschaft 1291

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s