«Volk muss wieder ernst genommen werden»


Roger Köppel will in Bundesbern verhindern, dass sich die Schweiz der EU unterwirft. Quelle

Interview mit Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor der «Weltwoche»«Schweizerzeit»: Herr Köppel, an den Swiss Music Awards wurden Sie einen Tag nach Bekanntgabe Ihrer Nationalratskandidatur vom Publikum ausgebuht und beschimpft. Waren Sie darüber enttäuscht?

Roger Köppel: (lacht) Die hätten am liebsten Baumstämme auf mich runtergerollt. Das Pfeifkonzert begann gleich nach der Ankündigung meiner Laudatio, noch ehe ich ein Wort sagen konnte. Und als ich dann  eine selbstironische Bemerkung zur «Weltwoche» machte, pfiffen sie mich erst recht aus. Man muss es positiv sehen: Früher gab es im Hallenstadion nur bei Rockstars Pfiffe, heute offenbar auch bei Journalisten, die für die SVP kandidieren (lacht).

Sie scheinen den Vorfall relativ gelassen zu nehmen. Aber ist es nicht bedenklich, dass gerade jene, die stets für Toleranz werben, selbst Mühe mit der Toleranz gegenüber Andersdenkenden haben?

Absolut. Die grössten Kritiker der Elche sind am Ende selber welche. Dass diese kleinkarierten Miesmacher nicht merkten, dass es um Krokus und gar nicht um mich ging, war schade. Sie stellten ihre politische Intoleranz über den eigentlichen Anlass: Die Würdigung der grossartigen Band Krokus. Sie setzte international Meilensteine jenseits der staatlichen Kulturförderung.

Grundwerte verteidigen

Muss sich die staatlich subventionierte Künstler- und Fernseh-Szene, die Sie im Hallenstadion ausgebuht hat, nun um ihre Pfründe fürchten, wenn SVP-Nationalrat Köppel übernimmt?

Ich bin noch lange nicht gewählt. Aber ich bewerbe mich deshalb um dieses Amt, weil ich die Werte verteidigen will, die unser Land ausmachen und die auch Ihre Zeitung verteidigt: Unabhängkeit, Weltoffenheit, Föderalismus, Freiheit, Selbstbestimmung und Marktwirtschaft. In Bundesbern kommen diese Säulen leider zunehmend unter die Räder.

Ihre Nationalratskandidatur – sicherlich ein Gewinn für die SVP. Aber auch für die Schweiz? Können Sie nicht mehr bewirken, wenn Sie sich voll und ganz auf Ihre publizistischen Aufgaben konzentrieren und Missstände aufdecken? Dort werden Sie zeitliche Abstriche machen müssen.

Danke! Tatsächlich weiss ich selbst auch noch nicht genau, wie ich das alles unter einen Hut bringe. Ich engagiere mich publizistisch konsequent für eine bessere Schweiz und muss mir berechtigterweise die Frage stellen lassen, warum ich meine Überzeugungen nicht auch in die Politik einbringen soll. Für mich lautet die Frage heute nicht mehr: Warum gehe ich in die aktive Politik? Die Frage lautet: Warum gehen die anderen Chefredaktoren nicht auch in die Politik? Offensichtlich nehmen sie weniger ernst, was sie schreiben. Oder sie sehen die Probleme nicht. weiterlesen……

Wir sind Froh ein weiterer Guter Mann im Nationalrat zu haben, für die Wahl alles Gute.

Unser Blog enthält Themen die in der Komplexität nicht für Jugendliche geeignet sind. Wir tolerieren keine Gewaltaufrufe und rassistische Äusserungen. Bruderschaft 1291

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