«Eritreer sind hier VIP-Flüchtlinge»


Toni Locher ist sich sicher, dass kein eritreischer Migrant politisch verfolgt wird. Er kritisiert die Schweizer Asylpolitik scharf. Quelle

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Rund 4000 Eritreer haben in diesem Jahr hierzulande bereits Asyl beantragt. Aus keinem anderen Land flüchten so viele Menschen in die Schweiz wie aus Eritrea. Viele berichten von grausamen Foltermethoden oder Arbeit unter sklavenähnlichen Bedingungen.Dem widerspricht Toni Locher. Der Entwicklungshelfer, der von der eritreischen Regierung den Titel des Honorarkonsuls verliehen erhielt, sieht andere Gründe für die Massenflucht. Die wirtschaftliche Lage sei sehr schlecht, sagt der Wettinger in einem Interview mit der «Schweizer Illustrierten». «Die Welt der Jungen ist die Facebook-Welt vom Konsumparadies Europa, wo alle das neuste Handy haben. Das wollen sie auch», so der 66-Jährige.Er kenne viele junge Menschen aus dem Land, sagt Locher, der drei eritreische Adoptivtöchter hat und mindestens zweimal im Jahr in den Staat am Roten Meer reist. Er ist sich sicher: «Politisch verfolgt oder an Leib und Leben bedroht war keiner.» Die jungen Männer müssten von fürchterlichen Zuständen im Land berichten, um überhaupt als politisch Verfolgte zu gelten.Europas Anziehungskraft sei für viele Junge riesig, das Risiko, auf dem Weg über das Mittelmeer zu ertrinken, werde hingegen als klein eingestuft. «Viel wichtiger ist, was der Kollege – der es geschafft hat – per Facebook aus Zürich zurückmeldet», sagt Locher im Bericht.Dass so viele Eritreer in die Schweiz kommen, habe mit der Asylpolitik zu tun. «Es kommen so viele, weil die Asylrekurskommission 2005 entschieden hat, Dienstverweigerern und Deserteuren Asyl zu gewähren. Damit hat die Schweiz ihre Tore weit geöffnet.»Auch nach der Verschärfung des Migrationsgesetztes vor zwei Jahren habe sich wenig geändert. Die Mehrheit der Eritreer dürfe bleiben, und das sei ihnen bewusst. Mehr noch: «Die Flüchtlinge aus Eritrea sind hier immer noch VIP-Flüchtlinge.»Es sind deutliche Worte, die Toni Locher wählt. Die Flüchtlingspolitik ist eines der grossen Themen im Wahljahr. Unterstützt der Eritrea-Kenner mit seinen Aussagen die SVP? «Nein, ich bin ein Tiers-Mondiste, ein Unterstützer der Dritten Welt, insbesondere von Eritrea», sagt Locher.Auch von der SVP-Aussage, dass Eritreer in der Heimat Ferien machen, distanziert er sich. Das sei lediglich Wahlkampfrhetorik. Er stellt aber eine klare Forderung an Justizministerin Simonetta Sommaruga: «Die Schweiz muss das Asylgesetz anwenden und darf den Jungen aus Eritrea kein definitives Asyl mehr gewähren.»

Es muss sofort gestoppt werden!  Was muss noch alles Passieren!? 

3 Gedanken zu „«Eritreer sind hier VIP-Flüchtlinge»

  1. Es ist an der Zeit die Karten offen auf den Tisch zu legen. Die Flüchtlinge sind jetzt da in Europa, millionenfach und sie werden nicht mehr weggehen und vielfach ihre Grossfamilien nachziehen. Das ist die Situation im Hochsommer 2015 mit der sich alle auseinandersetzen müssen, ob man will oder nicht. Der finanzielle Aufwand wird gigantische Ausmasse annehmen. Alle sind überfordert, Länder, Gemeinden und Städte. Endlose ideologisch gefärbte Diskussionen bringt einem nicht mehr weiter, genausowenig wie überflüssige linke Betroffenheitsgesten oder Zündel-Aktionismus am rechten Rand der Gesellschaft. Man wird einen Weg finden müssen, mit dieser ungeheuren Herausforderung umzugehen, denn es gibt keine Alternativen. Und bald steht der Winter vor der Tür und jeden Tag werden mehr und mehr Flüchtlinge Hilfe und Unterstützung fordern.

Unser Blog enthält Themen die in der Komplexität nicht für Jugendliche geeignet sind. Wir tolerieren keine Gewaltaufrufe und rassistische Äusserungen. Bruderschaft 1291

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