Deshalb wollen Tausende keinen Schweizer Pass


Die Zahl der Einbürgerungen in der Schweiz geht drastisch zurück. Der Grund: Die Behörden in verschiedenen Kantonen haben die Hürden erhöht.Quelle

nichteingebuergerte-haben-zwei-optionen-beschwerde-oder-neues-gesuch-125701686Neue Zahlen des Bundesamtes für Statistik beweisen, dass offenbar immer weniger Ausländer den Schweizer Pass anstreben. Erhielten vor zehn Jahren noch über 38000 Personen aus dem Ausland den roten Pass, waren es 2014 nur noch 23700. Das sei ein Rückgang von über 38 Prozent, schreibt der «SonntagsBlick».Und bewarben sich im Kanton Zürich 2014 noch 5580 Menschen um die Einbürgerung, so waren es im vergangenen Jahr nur noch 4657 Personen. Der Grund dafür sei, so vermutet das Sonntagsblatt, dass die kantonalen Behörden die Hürden erhöht hätten. So sei im Kanton Zürich seit dem letzten Jahr ein Deutschtest obligatorisch.Auch der Kanton Bern verlangt von Ausländern, welche sich einbürgern lassen wollen, einen grösseren Aufwand. Neben dem Sprachkurs ist ein Einbürgerungstest obligatorisch. Wer ihn nicht besteht, muss einen Einbürgerungskurs besuchen. Dieser kostet allein 300 Franken. Hinzu würden Gebühren für die Einbürgerung kommen, die je nach Gemeinde bis zu 3000 Franken betragen können, schreibt der «SonntagsBlick». Das sei viel Geld für den roten Pass, der damit für manche unerschwinglich werde.Deutschlehrer Daniel Hess von der Schule für Wirtschaft und Sprache (SWS) in Winterthur weiss, dass «der Kanton daran ist, die Tests zu modifizieren». Diese seien momentan nicht allzu anspruchsvoll.Dass die Kantone in Sachen Einbürgerungen die Schraube anziehen, wird auch kritisiert. Walter Leimgruber, Migrationsexperte aus Basel und Präsident der Eidgenössischen Migrationskommission, meint im «SonntagsBlick»: «Uns muss bewusst sein, dass die hohen Anforderungen einen grossen Teil der Arbeitsmigranten ohne Ausbildung vom Schweizer Bürgerrecht ausschliessen. Für sie sind die Hürden zu hoch.» Dazu komme, dass das Einbürgerungsverfahren mehrere Jahre daure, intransparent sei und die Gebühren sehr hoch seien. «Viele Expats und Secondos sagen deshalb: Das tue ich mir nicht an.»Der Basler geht einen Schritt weiter und glaubt, dass das für die Schweiz zu einem Problem werde. «Ein Gebilde, das ein Viertel der Menschen bei Entscheidungen ausschliesst, kann sich eigentlich nicht Demokratie nennen. Das Signal, das wir damit aussenden: Wir wollen euch nicht.» Die Migranten müssten sich aber in der Schweiz zu Hause fühlen, sonst würden die gesellschaftlichen Spannungen zunehmen.

Ist auch richtig. Wir haben bereits genug Schweizer Plagiate

Ein Gedanke zu „Deshalb wollen Tausende keinen Schweizer Pass

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