Tausende Schweizer mit illegalen Waffen erwischt


Wurfsterne, Schmetterlingsmesser oder Elektroschocker: Grenzwächter beschlagnahmen immer mehr Waffen, die in der Schweiz verboten sind. Quelle

Die Zahl der Vergehen gegen das Waffengesetz hat sich seit 2009 praktisch verdoppelt. Registrierte das Bundesamt für Statistik vor sieben Jahren noch 2531 Straftaten, waren es 2015 bereits 4524. Zugenommen haben vor allem die Fälle bei den Zollbehörden: 2011 beschlagnahmten die Grenzwächter bei Kontrollen insgesamt 1308 Waffen. Vergangenes Jahr wurden schon 2243 verbotene Waffen gefunden.Laut David Marquis, Sprecher der Eidgenössischen Zollverwaltung, sind dies vor allem Schmetterlingsmesser, Schlagringe, Schlagstöcke, Tränengas-Sprays und Softairguns. Nur ganz wenige Fälle betrafen Schusswaffen – im vergangenen Jahr waren es insgesamt 76 Stück. Ob die vielen Funde verbotener Waffen im Zusammenhang mit vermehrten Kontrollen stehen, will man beim Zoll «aus einsatztaktischen Gründen» nicht sagen.Eine Vermutung stellt Marquis aber an: «Die Unkenntnis der Bestimmungen könnte die Hauptursache für die Zunahme sein.» Die Personen würden die Waffen bewusst oder unbewusst beim Grenzübertritt mitführen. Gerade Schmetterlingsmesser würden oft im Ausland erworben. Die Käufer seien sich aber nicht bewusst, dass einhändig bedienbare Messer mit automatischem Mechanismus in der Schweiz verboten seien. Ähnlich verhalte es sich bei den Tränengas-Sprays, die man in der Schweiz nur mit einer Erlaubnis zum Waffentragen auf sich führen dürfe, während Pfeffersprays erlaubt seien.Interessant ist, dass vor allem Männern zwischen 15 und 30 Jahren mit verbotenen Waffen erwischt werden. Verfahren gegen sie machen rund die Hälfte aller Fälle aus. Das ist offenbar die Klientel, die gern Schmetterlingsmesser, Wurfsterne oder Schlagringe besitzt. Kriminologe Martin Killias geht davon aus, dass es sich bei den Beschuldigten um eine Teilgruppe der Bevölkerung handelt, die Gewalt verherrlicht und eine Affinität zu Waffen hat. «Sie fliegen durch die verstärkten Kontrollen nun auf.»

Immer mehr Frauen mit verbotenen Waffen

Stark zugenommen haben auch Verfahren gegen Frauen. Sie machen zwar weniger als 10 Prozent der Beschuldigten aus, die Strafverfahren gegen sie haben sich seit 2009 aber mehr als verdreifacht. Schuld daran könnten Tränengas-Sprays und Elektroschocker sein. Solche verbotenen Waffen stellte der Zoll vermehrt sicher.«Grundsätzlich ist es die Pflicht des Bürgers, sich darüber zu informieren, ob eine Waffe erlaubt oder verboten ist», sagt Alexander Rechsteiner, Sprecher des Bundesamts für Polizei (Fedpol). Das Fedpol informiere im Internet und gebe eine Broschüre heraus, die man auch bestellen könne. «Darin sind alle Fragen des Waffengesetzes erläutert.» Auskunft gäben zudem die Zentralstelle Waffen des Bundes oder die Waffenbüros der Kantone.

Das ist kein Wunder! Aber Beweisstück 55 ist ein Pfefferspray das ist keine Waffe im herkömmlichen sinne und auch nicht verbotenen!

Ein Gedanke zu „Tausende Schweizer mit illegalen Waffen erwischt

  1. Von alphachamber
    Viele der Verbote halte ich für Schwachsinn, am irrationalsten aber das gegen “automatisch”(einhändig) öffnende Messer. 1. Messer=Klinge und Klinge=Klinge.
    2. Wo ist da der größere “Gefahrengrad”? (Weil es schneller zu öffnen ist – nun das ist die Idee. Oder sollte man einfach eine minimale Öffnungs-Zeit festlegen. LOL).
    3. Was ist mit behinderten oder älteren Menschen? Oder sollte man nur eines bekommen mit ärztlichem Attest? Bürokratenmist!

    @ alphachamber
    Das einhändig mechanisch öffnende Messer ist nicht verboten und das geht fast so schnell

Unser Blog enthält Themen die in der Komplexität nicht für Jugendliche geeignet sind. Wir tolerieren keine Gewaltaufrufe und rassistische Äusserungen. Bruderschaft 1291

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