«In der Schweiz gibt es für sie weniger Verbote»


Rechtsextreme aus Deutschland verlegen seit Jahren ihren Wohnsitz in die Schweiz. Experten erklären ihre Beweggründe. Quelle

Seit Jahren gibt es immer wieder Rechtsextreme, die aus Deutschland in die Schweiz ziehen. Das schreibt der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) in seinem neusten Jahresbericht. Was sind die Gründe?Giorgio Andreoli, Leiter der Rassismus-Beratungsstelle GGG-Fon, sagt: «Denkbar ist, dass die Schweizer Rechtslage eine Rolle spielt.» In Deutschland sei man diesbezüglich aufgrund der historischen Geschehnisse restriktiver. «In ihrem Heimatland treffen die Rechtsradikalen häufig auf Verbote, während sie in der Schweiz ihre Konzerte und Kundgebungen einfacher durchführen können.» Hier kommt ihnen der Meinungsfreiheitsartikel der Schweiz zugute.Der deutsche Rechtsextremismus-Experte Bernd Wagner sagt: «Es dürfte auch mit der Strafverfolgung zu tun haben: Manövrieren die Rechtsextremen im Ausland, hat sie der deutsche Nachrichtendienst nicht auf dem Radar.»Der Schweizer Extremismus-Experte Samuel Althof weist auf einen anderen Aspekt hin: «Rechtsextreme sind häufig nicht besonders gewandt in Fremdsprachen. So gibt es zwischen der rechtsradikalen Szene der Westschweiz Kontakte zu gleichgesinnten Franzosen, während es in der Deutschschweiz die nördlichen Nachbarn sind.» Mit dem Umzug in die Schweiz würden die mangelnden Fremdsprachenkenntnisse somit nicht zu einem Problem.«Die mir bekannten deutschen Rechtsradikalen in der Schweiz sind meines Wissens nach noch nicht in gewalttätige Übergriffe verstrickt gewesen», sagt Althof weiter. Rechtsradikale würden vermehrt nach Verständnis suchen und den Anpassungsdruck zu spüren bekommen. Gewalttätig würden sie lediglich in Einzelfällen, so Althof. Das zeigt auch der Jahresbericht des NDB. Der Nachrichtendienst zählt 28 Ereignisse im Bereich des gewalttätigen Rechtsextremismus im Jahr 2015 während es auf linksextremer Seite zu 199 gewalttätigen Ausschreitungen kam. Dass es zwischen deutschen und Schweizer Rechtsradikalen gute Beziehungen gibt, zeigt das Beispiel der Legion Werwolf. Die schweizerische rechtsextremistische Vereinigung hatte enge Kontakte zum deutschen «Werwolf-Kommando». Dieses hatte zum Ziel, das «politische System der Bundesrepublik Deutschland zu beseitigen». Als einer der Köpfe der Vereinigung gilt der Schweizer Sebastien N. Der Neonazi schoss 2012 im Zürcher Niederdof einen Mann nieder, bevor er nach Deutschland flüchtete.In den meisten Fällen dürften die deutschen Rechtsextremisten aus privaten oder wirtschaftlichen Gründen in die Schweiz kommen, heisst es im Bericht des NDB. Nach bisherigen Erkenntnissen seien keine Strukturen in die Schweiz verlegt worden, doch die Rechtsextremen aus Deutschland seien in der hiesigen Szene präsent.

Natürlich pflegen die Schweizer mit den Deutschen gute Beziehungen!!

Bruderschaft 1291

 

Unser Blog enthält Themen die in der Komplexität nicht für Jugendliche geeignet sind. Wir tolerieren keine Gewaltaufrufe und rassistische Äusserungen. Bruderschaft 1291

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