Berner Kinder sollen in den Ferien wieder schiessen


Eigenmächtig hatte der Berner Gemeinderat die Schiesskurse aus der Ferienaktion «Fäger» gestrichen. Nach dem Protest der Landgemeinden krebst er nun zurück. Quelle

Schiesskurse werden wieder in das Programm der Freizeit-und Ferienaktion ‹Fäger› aufgenommen», teilt Berns Stadtregierung am Montag mit. Mit dem Entscheid wolle man sicherstellen, dass der «Fäger» in seiner heutigen Form weiterbestehen kann und die rund 3700 Kinder und Jugendlichen, die jährlich an einem «Fäger»-Angebot teilnehmen, nicht Opfer einer politischen Debatte würden.
Mehrere Gemeinden hatten anlässlich eines Runden Tischs im Vorab angekündigt, aus dem «Fäger» auszutreten, sollte die Stadt Bern weiterhin darauf verzichten, Schiesskurse in der «Fäger»-Zeitung zu publizieren.«Peinlich», findet der grüne Stadtrat Luzius Theiler (GPB-DA), die rot-grüne Regierung in Bern hätte sich von der Schiesslobby einschüchtern lassen. Im Jahr 2013 hatte sich der Berner Politiker mittels Postulat für einen Publikationsverzicht eingesetzt – «keine Schiesskurse für Kinder und Jugendliche in der ‹Fäger›-Zeitung», forderte er darin. Denn es sei verheerend, Kindern eine Waffe in die Hand zu drücken. «Durch solche Berührungen mit Waffen sinkt die Hemmschwelle und kann später in einem unkontrollierten Affekt gefährlich werden», meint der Politiker. Theiler hatte Erfolg: Zwei Jahre war das Schiesssport-Angebot aus dem «Fäger» verbannt.Nun, im kommenden Jahr, dürfen die Schützen via Ferienpass erneut um Nachwuchs werben. «Der Gemeinderat hat Grösse gezeigt, indem er seinen Fehlentscheid nachträglich korrigierte», meint der Präsident der Berner Statzschützen, Ueli Augsburger. Man sollen davon lassen, den Schiesssport zur Durchsetzung einer Ideologie zu missbrauchen.Damit begründet auch die Gemeinderätin Franziska Teuscher den gefällten Entscheid: «Es wäre nicht zu verantworten, dieses erfolgreiche Angebot einer politischen Debatte um das Schiesswesen zu opfern. Die Leidtragenden wären die Kinder und Jugendlichen.» Doch an der Überzeugung des Gemeinderates ändere sich nichts: «Die Nichtpublikation von Schiesskursen wäre ein Beitrag zur Gewaltprävention», so Teuscher.Der «Fäger» bietet jeweils 300 Kurse an. 1600 Kinder und Jugendliche aus der Stadt Bern und 2100 aus den angeschlossenen Regionsgemeinden besuchen diese. Insgesamt kostet die Freizeit- und Ferienaktion «Fäger» nach Angaben der Stadt Bern 210’000 Franken. 26 Gemeinden aus der Region beteiligen sich mit finanziellen Beiträgen in der Höhe von rund 105’000 Franken.

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