So viel kosten Flüchtlinge die Schweizer Gemeinden


Eine Aargauer Gemeinde will verhindern, dass Flüchtlinge zuziehen – aus Angst vor dem finanziellen Ruin. Doch wie viele Flüchtlinge beziehen überhaupt Sozialhilfe?Quelle

Weil sich Eritreer dauerhaft im Dorf niederlassen wollten, fordert die Aargauer Gemeinde Rekingen Vermieter auf, Flüchtlingen keine Wohnungen zu geben – aus Angst vor explodierenden Sozialhilfekosten.  Anerkannte und vorläufig aufgenommene Flüchtlinge dürfen in der Schweiz arbeiten. Gemäss der Asylstatistik vom Juni 2016 sind von den rund 15’000 anerkannten Flüchtlingen, die weniger als fünf Jahre im Land sind, nur rund 22 Prozent erwerbstätig. Auch nach vier bis fünf Jahren Aufenthalt liegt die Quote mit 27 Prozent bloss marginal höher. Bei den eritreischen Flüchtlingen, die bis zu fünf respektive sieben Jahre in der Schweiz sind, beziehen fast neun von zehn Sozialhilfe. Laut Léa Wertheimer, Sprecherin des Staatssekretariats für Migration, gibt es hierfür verschiedene Gründe: «Viele Flüchtlinge kämpfen mit Traumata, sprechen die Landessprachen schlecht oder gar nicht.» Zudem bestünden administrative Hürden oder aber auch Vorurteile der Arbeitgeber, die erschwerend wirkten. «Die Integration in den Arbeitsmarkt braucht Zeit, beispielsweise muss erst die Sprache gelernt werden.» So zeigen Studien, dass mit längerer Aufenthaltsdauer mehr Flüchtlinge arbeiten. Verlässliche Zahlen gibt es aber nicht.

Wer bezahlt die Sozialhilfe?
Bei anerkannten Flüchtlingen erstattet der Bund den Kantonen in den ersten fünf Jahren die Sozialhilfe, bei vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen während sieben Jahren. Die Pauschale beträgt rund 1500 Franken pro Monat und Person. Danach sind die Gemeinden und Kantone zuständig. Im Aargau etwa übernimmt der Kanton rund 30 Prozent der Kosten. Eine Einzelperson, die auf Sozialhilfe angewiesen ist, bekommt nach den Skos-Richtlinien einen Grundbedarf von 986 Fr., hinzu kommen die Kosten für Miete, Krankenkasse und ausserordentliche Auslagen. Wie hoch sind die Kosten des Asylwesen heute und in Zukunft?
2015 beantragten fast 40’000 Personen Asyl in der Schweiz. Der Anstieg bei den Gesuchen führt zu höheren Kosten: Letztes Jahr betrugen die Ausgaben im Bereich Migration allein auf Ebene des Bundes rund 1,4 Milliarden Franken, 968 Millionen Franken flossen in die Sozialhilfe für Flüchtlinge. Gemäss der Prognose des Finanzdepartments dürften die Sozialhilfe-Kosten bis 2018 auf 1,7 Milliarden Franken steigen. Ob diese Kosten später bei den Gemeinden anfallen, hängt davon ab, wie viele Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden können.Was macht die Politik, damit mehr Flüchtlinge integriert werden?
Justizministerin Simonetta Sommaruga ist unzufrieden mit der tiefen Erwerbsquote bei den Flüchtlingen. Im Januar sagte sie an einem Asylsymposium in Bern laut Redetext: «Es ist doch absurd: Unsere Unternehmen rekrutieren im Ausland jedes Jahr Zehntausende Arbeitskräfte, obwohl in der Schweiz Tausende erwerbsfähige Flüchtlinge Sozialhilfe beziehen. Da stimmt etwas nicht!» Das Gastgewerbe habe 2014 rund 32‘000 Personen im Ausland rekrutiert, die Landwirtschaft 9000. Hier brauche es dringend ein Umdenken. Denn für jede Person, die ein Jahr früher eine Erwerbsarbeit aufnehme, spare alleine der Bund 18’000 Franken Sozialhilfebeiträge. Bereits heute bezahlt der Bund den Kantonen eine Integrationspauschale von 6000 Franken. Mit verschiedenen Massnahmen will Sommaruga nun Flüchtlingsjobs fördern: Unter anderem soll die Arbeitsbewilligungspflicht für Arbeitgeber abgeschafft werden.

Die wollen nicht arbeiten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Unser Blog enthält Themen die in der Komplexität nicht für Jugendliche geeignet sind. Wir tolerieren keine Gewaltaufrufe und rassistische Äusserungen. Bruderschaft 1291

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s