«Wir lassen uns das Konzert nicht verbieten»


Die Kantonspolizei St. Gallen verbietet ein angekündigtes Rechtsrock-Konzert. Die Pnos als Veranstalterin zeigt sich unbeeindruckt. Quelle

Die St. Galler Kantonspolizei hat ein Rechtsrock-Konzert, das am kommenden Samstag irgendwo in der Schweiz stattfinden soll, präventiv verboten. Dem Präsidenten der organisierenden Partei national orientierter Schweizer (Pnos) wurde eine entsprechende Verfügung zugestellt.Man habe Kenntnis davon erhalten, dass die Pnos am kommenden Samstag «ein Rechtskonzert in der Schweiz» plane, teilte die St. Galler Kantonspolizei mit. Bisher ging kein Gesuch um eine Bewilligung ein. Der konkrete Veranstaltungsort soll erst kurzfristig bekanntgegeben werden.Die Polizei verbietet nun die Durchführung der Veranstaltung im Kanton St. Gallen, «um die Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten». Erfahrungsgemäss würden bei Anlässen rechts- oder linksextremer Kreise Demonstranten der jeweiligen Gegenseite mobilisiert, «weshalb mit einer Auseinandersetzung gerechnet werden muss», heisst es in der Mitteilung.Der Präsident der Pnos Schweiz, Dominic Lüthard, findet die Mitteilung der Kantonspolizei St. Gallen «grotesk»: «Wir führen das Konzert auf jeden Fall durch, auch wenn es in St. Gallen stattfindet.» Die Partei würde sich an die rechtsstaatlichen Prinzipien halten. «Man müsste ja jedes Fussballspiel verbieten, wenn man sich bei allen Veranstaltungen auf die öffentliche Ordnung berufen will», so Lüthard. Für ihn ist klar: «Wir lassen uns das nicht verbieten.»Der Pnos-Chef erwarte beim Konzert vom Samstag etwa 150 bis 200 Zuschauer. Er nimmt an, dass die Mehrheit des Publikums aus der Deutschschweiz kommen werde. Auch soll der deutsche Rapper MaKss Damage auftreten. Dieser spielte schon in Unterwasser und wurde bereits wegen Volksverhetzung und Verbreitung gewaltpornografischer Schriften verurteilt. Von der Verurteilung habe er nichts gewusst, sagt Lüthard. Er habe sich das neustes Album des Rappers angehört und es «anständig» gefunden: «Diese Meinung kann man vertreten. Ich stehe dahinter», so der Pnos-Präsident.Auch Lüthard selbst will am Samstag auftreten. Früher war er Sänger der Rechtsrockband Indiziert, nun tritt er unter dem Spitznamen Gixu auf. Das Konzert veranstaltet die Partei, um für ein geplantes Parteihaus Geld zu sammeln. Geplant ist eine Parteizentrale mit Büros, Wohnungen und Veranstaltungsräumen, so Lüthard. «Wir werden 2018 voraussichtlich konkrete Pläne vorlegen.»Die St. Galler Polizei und Staatsanwaltschaft waren letzten Herbst in die Kritik geraten, weil sie am 15. Oktober ein von Rechtsextremen organisiertes Konzert in Unterwasser mit rund 5000 Teilnehmern nicht verhindert hatten.Eine Woche danach war an einer Pnos-Veranstaltung in Kaltbrunn ein Musiker aufgetreten, für den für die Schweiz ein Einreiseverbot galt. Die Polizei hatte ihn erst nach dem Konzert an die Grenze verfrachtet.Im Dezember teilte dann die Staatsanwaltschaft mit, dass sie im Zusammenhang mit dem Aufmarsch der Rechtsradikalen in Unterwasser kein Strafverfahren eröffnen werde. Es hätten sich keine Anhaltspunkte für strafbares Verhalten finden lassen.

Richtig, müssten man alle Fußballspiele auch verbieten !!

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