Winterdienst gesucht – aber nur «Eidgenossen»


Eine Firma aus Oberburg zeigt deutlich, dass sie keine Ausländer anstellen möchte. So schreibt sie in der Stellenausschreibung: «Es werden nur Eidgenossen berücksichtigt». Quelle

m Anzeiger der Region Burgdorf wurde in der neusten Ausgabe ein Inserat publiziert. Ausgeschrieben ist eine Stelle als Mitarbeiter für den Winterdienst. Wer dieses gelesen hat, suchte vergebens nach einem ausführlichen Anforderungsprofil. Das Einzige, was der Bewerber für diesen Job nämlich mitbringen muss, ist ein Schweizer Pass. Wörtlich steht: «Es werden nur Eidgenossen (Schweizer) berücksichtigt».Die Firma hat ihren Standort in Oberburg und sucht einen Arbeitnehmer, der das Areal bei Bedarf vom Schnee befreit. Zu den Hintergründen, wieso Bewerber mit ausländischer Herkunft nicht berücksichtigt werden, wollte sich der Arbeitgeber gegenüber 20 Minuten nicht äussern.

Klare Diskriminierung? kein gesetzlicher Verstoss.

«Aus dem vorliegenden Stelleninserat geht eine Diskriminierung hervor, die sachlich nicht begründet wird», sagt Juristin bei der Eidgenössische Kommission gegen Rassismus, Alma Wiecken. Ein Verstoss gegen die Rassismusstrafnorm würde aber nur dann vorliegen, wenn bestimmte Gruppen wegen ihrer Ethnie, Religion oder Hautfarbe ausdrücklich ausgeschlossen werden.Auch Rechtsanwalt Martin Steiger sagt: «In dieser Hinsicht gibt es keinen Diskriminierungsschutz. Trotz allem ist die Abgrenzung politisch fragwürdig und könnte als rechtsextreme Haltung verstanden werden». Häufig werde der Begriff Eidgenosse verwendet, um sich gegenüber eingebürgerten Schweizern abzugrenzen.Bereits im Jahr 2013 schrieb eine Firma aus Luzern ins Stelleninserat, dass sich nur Eidgenossen bewerben sollen. Dass Ausländer in einer Stellenausschreibung explizit ausgeschlossen werden, hielt Thomas Geiser, Professor für Arbeitsrecht an der Universität St. Gallen, damals für «problematisch»: In den Bilateralen Verträgen mit der EU über die Personenfreizügigkeit sei festgelegt, dass europäische Ausländer auf dem Arbeitsmarkt nicht diskriminiert werden dürfen. «Insofern ist es grundsätzlich nicht zulässig, jemanden nicht anzustellen, weil er nicht Schweizer ist.»

Absolut Richtig! Zuerst kommen die eigenen, dann die Fremden!

Unser Blog enthält Themen die in der Komplexität nicht für Jugendliche geeignet sind. Wir tolerieren keine Gewaltaufrufe und rassistische Äusserungen. Bruderschaft 1291

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