Porsches Nazi-Vergangenheit: Gute Geschäfte unterm Hakenkreuz


Porsche? Steht heutzutage für PS-starke Boliden und grosse Geländewagen. Doch die Anfänge der Firma sahen ganz anders aus – Firmengründer Ferdinand Porsche entwickelte auch Kübelwagen, Panzer und anderes Militärgefährt für die Nazis. Quelle

Für Ferdinand Porsche war das Treffen mit Hitler ein Wendepunkt. Nach schlechten Geschäften hoch verschuldet, trat der Autoingenieur im Mai 1933 beim Reichskanzler an. Es ging um hohe Staatssubventionen, die Hitler eigentlich komplett Daimler-Benz geben wollte.Der damals 57-jährige Porsche stimmte den Reichskanzler um, ein grosser Teil der Subventionen floss in ein Rennwagenprojekt mit Beteiligung von Porsche – damit bewahrte Hitler die erst 1931 gegründete Stuttgarter Konstruktionsfirma womöglich vor dem Kollaps. Der Firmenchef blieb auch danach Profiteur des Nazi-Regimes, wie ein neues Buch belegt. Die Geschäfte florierten unterm Hakenkreuz.Das nun erschienene Buch «Porsche – Vom Konstruktionsbüro zur Weltmarke» ist die erste umfassende wissenschaftliche Arbeit zu den Anfängen der Firma Porsche in der Nazizeit. Hauptautor ist der renommierte Historiker Wolfram Pyta, Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg zur NS-Verbrechensgeschichte. Zusammen mit Nils Havemann und Jutta Braun sichtete er umfangreiches Material aus Archiven in Deutschland, Frankreich und Österreich. Die Autoren geben tiefe Einblicke in die starken Verstrickungen Porsches in das NS-Regime.Die Firma Porsche hatte damals ein ganz anderes Geschäftsmodell als der heutige Sportwagen- und Geländewagenbauer. Die «Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH» baute keine marktreifen Fahrzeuge, sondern sie war nur mit Entwürfen, der technischen Vorarbeit und Prototypen beschäftigt. Das Nürnberger Unternehmen Zündapp zum Beispiel bestellte eine Schwingachse und die Zwickauer Auto Union besagten Rennwagen, für den 1933 die so wichtigen Subventionen eingestrichen wurden.War Ferdinand Porsche ein Nazi? Jein. Zum einen war er seit 1937 zwar Mitglied der NSDAP, Huldigungen des Regimes nahm er gern entgegen – Hitler erhob ihn gar in den «Genieadelsstand», so die Autoren. Zum anderen übernahm Porsche nicht die menschenverachtende Ideologie der Nazis, die in seiner Firma eingesetzten Zwangsarbeiter wurden nicht so schlecht behandelt wie anderswo. Er sei ein «im Kern unpolitischer Technokrat» gewesen und ein «Opportunist reinsten Wassers», so die Autoren. Als «politischer Konjunkturritter» suchte Porsche die Nähe zum Regime, weil er dadurch Rückenwind für seine Geschäfte bekam.Wann immer sich lukrative Aufträge von Seiten des Staates anboten, griff er zu – ob Traktoren, Schwimmwagen, Panzer oder anderes Kriegsgefährt. Sein grösster Auftrag war die Entwicklung des Volkswagens, der Käfer-Vorläufer wurde zunächst «KdF-Wagen» genannt (KdF steht für Kraft durch Freude). Hitler wollte mit dem Billig-Auto die Massen motorisieren. Wegen des Krieges blieb das Projekt aber unvollendet, auf Basis des Volkswagen-Prototypen entstand stattdessen ein Kübelwagen fürs Militär – davon wurden gut 50’000 hergestellt.Das Buch gibt Einblick in das Leben eines Mitläufers, der zwar kein aktiver Nazi war, sich aber von geradezu gruseliger Kälte zeigte in Anbetracht der Unrechtsherrschaft. So erreichten ihn 1943 zwei Hilfeschreiben eines früheren, jüdischen Kollegen, dem die Deportation ins Vernichtungslager drohte. Dem Buch zufolge hätte Porsche ihm mit wenig Aufwand und ohne eigenes Risiko helfen und ihn womöglich retten können. Warum tat er es nicht? Vermutlich wollte er «sich besser auf nichts einlassen, was auch nur den Anschein politischer Brisanz besass», so die Autoren. Der frühere Kollege starb später im Holocaust.Kurios ist ein Frankreich-Kapitel: Ende 1945 gab es in der Pariser Regierung Pläne, Porsche für die Entwicklung eines französischen «Volksautos» zu verpflichten, welches von Renault gebaut werden sollte. «Man male sich an dieser Stelle einmal aus, wie sich der europäische Automobilmarkt entwickelt hätte, wenn Frankreich mit Hilfe der Porsche KG einen Volkswagen à la française hergestellt hätte», so die Autoren. Sie bezweifeln, dass sich dann die Marke VW so erfolgreich in Europa hätte etablieren können.Doch Konkurrent Jean-Pierre Peugeot bekam Wind von der Sache und diffamierte Porsche als Kriegsverbrecher. Als der inzwischen 70-Jährige in die französische Besatzungszone reiste, wurde er dort nicht als neuer Chef eines ambitionierten französischen Grossprojekts verpflichtet, sondern auf Basis haltloser Vorwürfe verhaftet. Erst 1948 wurden er von den Franzosen rehabilitiert. Porsche starb drei Jahre später – und der von ihm entwickelte Volkswagen wurde als Käfer zur Erfolgsgeschichte im Nachkriegsdeutschland.

Eisens soll gesagt sein, es wird immer überzeugte Nationalsozialisten geben!! beginnt damit zu leben!

Unbekannter versprayt Stadt mit Nazi-Symbolen


In Rorschach wurde erneut ein gespraytes Hakenkreuz entdeckt. Die Gemeinde kämpft seit dem Sommer mit diesem Problem. Quelle

Ich finde es recht hässlich», sagt eine Facebook-Userin am Mittwoch gegenüber 20 Minuten zu einem von ihr geposteten Bild. Geschossen hat sie dieses am Dienstagabend bei der Unterführung Arion in Rorschach. Eigentlich habe sie den schönen Mond fotografieren wollen, da sei ihr das Kreuz aufgefallen.Das Nazi-Symbol prangt auf dem Kasten einer Wasserpumpanlage, wie Rorschachs Stadtschreiber Roger Böni bestätigt. Die Stadt wolle es in den nächsten Tagen entfernen.Begonnen hat die eklige Serie im Sommer diesen Jahres. Öffentliche Gebäude, Verkehrstafeln, Privathäuser und sogar mitten auf der Fahrbahn tauchten Nazi-Schmierereien auf. Ein spezielles Muster sei aber nicht zu erkennen: «Für uns ist alles recht willkürlich», so Böni. «Meistens werden neue Hakenkreuze nach einem Wochenende entdeckt», sagt der Stadtschreiber weiter.Sofern sie nicht auf Privateigentum gesprayt wurden, entfernt die Stadt die Hakenkreuze jeweils umgehend, was zulasten der Stadtkasse geht. Deshalb wird in der Gemeinde über eine Videoüberwachung an gewissen Standorten diskutiert. «Wir sind hier aber in einem Zwiespalt», sagt Böni. Man wolle unbedingt ausfindig machen, wer hinter den Sprayereien steckt, Überwachungskameras wolle man aber nur einsetzen, wenn es unbedingt sein müsse. «Wir wollen keinen Überwachungsstaat, doch vielleicht bleibt uns nichts anderes übrig», so der Stadtschreiber.Bei der Unterführung Arion wäre laut Böni ein guter Standort für eine Kamera. Aber auch andere Standorte stünden zur Diskussion.
Laut Böni gab es noch nie etwas Vergleichbares in Rorschach. Und man hoffe, dass die unselige Serie bald endet: «Vielleicht hört das ja auch alleine wieder auf», sagt Böni.Hans Stutz, Luzerner Politiker und langjähriger Beobachter der rechtsextremen Szene, kennt die Rorschacher Sprayereien. Für ihn es zu früh für eine Einordnung: «Es fehlt jeglicher Hinweis auf eine allfällige Gruppierung», so Stutz. Daher sei unklar, ob es sich um einen Einzeltäter oder um eine Gruppe handelt. Derzeit sei es in der Ostschweiz eher ruhig, was die rechtsextreme Szene betrifft. Das könne sich aber jederzeit ändern. Stutz: «In der Ostschweiz gibt es immer wieder rechtsextreme Aktivitäten.»

Beginnt damit zu leben!!

Auf dieser Insel steht ein Nazischloss


Mitten in der Karibik liegt Big Darby Island. Einst gehörte es einem britischen Nazi-Sympathisanten. Quelle

Abgelegen, mitten in türkisblauen Meer der Karibik, liegt Big Darby Island. Ein verlassenes Schloss, eine Meerjungfrauenhöhle und mysteriöse Geschichten über die Schiffe der Deutschen im Zweiten Weltkrieg machen diese Insel so aussergewöhnlich. Mit dem nötigen Kleingeld könnte sie Ihnen gehören: Das Eiland kostet 39 Millionen Dollar.

Hotelier und Nazi-Sympathisant

Darby Island liegt in den Bahamas und ist Teil einer Inselkette mit über 300 Inseln in den Exuma Cays. Die Insel ist etwas mehr als zwei Quadratkilometer gross, hat 14 Strände und eine renovierungsbedürftige Landebahn für Kleinflugzeuge. Ausserdem: ein interessantes Stück Geschichte.Die Insel gehörte vor und während des Zweiten Weltkriegs Sir Guy Baxter, einem englischen Hotelier und angeblich grossen Nazi-Sympathisanten. 1938 baute er auf dem höchsten Punkt der Insel ein 750 Quadratmeter grosses Schloss.Nach dem Bau meldeten Einheimische und Bewohner der Nachbarinseln, aus den oberen Fenstern kämen nachts komische Leuchtsignale, die an Leuchtturm-Signale oder an Morsecode erinnerten. Angeblich soll Baxter damit den Deutschen den Weg gewiesen und Unterschlupf auf Darby Island gewährt haben.Der derzeitige Besitzer Rick Davis sagt: «Es gibt immer noch riesige, betonierte Anlegestellen in den Höhlen unter der Insel. Ich glaube, die waren für die U-Boote im Zweiten Weltkrieg gedacht.» Und das ist noch nicht alles: «Ehemalige Angestellte haben mir erzählt, dass es im Haus auch eine professionelle Funkanlage gab.»Die Engländer fanden es natürlich nicht so toll, das Sir Guy Baxter angeblich dem Feind half. Die Insel wurde nach Kriesgsende kurzerhand von der Krone beschlagnahmt – vom Besitzer fehlte zu jenem Zeitpunkt bereits jede Spur. Seitdem, also seit mehr als sechzig Jahren, ist die Insel unbewohnt.

Davon gibt es noch Tausende, beginnt damit zu leben!!

Streit um „Hitler-Glocke“


So idyllisch wie die kleine Kirche in Herxheim am Berg liegen vermutlich nur wenige Gotteshäuser. Von einer Anhöhe aus wandert der Blick über ein grünes Rebenmeer bis in die Rheinebene. Das jährliche Weinfest unter den alten Bäumen im Schlossgarten nebenan wurde 2005 zum schönsten der Pfalz erklärt.

Aber im Turm der 1000 Jahre alten Jakobskirche verbirgt sich ein Überbleibsel aus furchtbaren Zeiten. Eine Glocke mit Hakenkreuz und der Aufschrift „Alles fuer’s Vaterland Adolf Hitler“. Alle Viertelstunde gibt der 240 Kilo schwere und mit Tauben- und Falkenkot beschmutzte Klangkörper den Ton an.Obwohl die Bronzeglocke seit 82 Jahren in der evangelischen Kirche hängt, ist sie erst seit kurzem Gesprächsstoff. Die Zeitung „Die Rheinpfalz“ hatte darüber berichtet. Die pensionierte Musiklehrerin Sigrid Peters, die in Kirchen mitunter die Orgel spielt, hatte nach eigenen Angaben auf das Thema aufmerksam gemacht.Die 73-Jährige ist empört, dass die Glocke noch immer genutzt wird und nichts auf ihre Geschichte hinweist. „Die Glocke sollte abgestellt werden“, fordert sie. Bürgermeister und Pfarrer sehen das anders. Es läuft eine rege Diskussion zum Umgang mit der Glocke, die die Sachverständige Birgit Müller als „Rarität“ einstuft. Ihr sei kein anderer Klangkörper mit Hakenkreuz bekannt.

Die Kirche St. Jakob in Herxheim am Berg (Rheinland-Pfalz)

dpa Die Kirche St. Jakob in Herxheim am Berg (Rheinland-Pfalz)

Glocke entging dem Einschmelzen

Der ehrenamtliche Ortshistoriker Eric Hass kennt die Geschichte der Glocke, die von zwei größeren ohne Hitlerspruch und Hakenkreuz eingerahmt wird. 1934 hatte es in der Kirche – einer der ältesten in Rheinland-Pfalz – gebrannt. Nach der Renovierung kamen drei neue Glocken in den Turm. Die mit dem Hakenkreuz war die kleinste davon.„Zu Weihnachten 1934 hat die das erste Mal geläutet“, sagt Hass. Die sogenannte Polizeiglocke gehört der Gemeinde und sollte bei Feuer- und später bei Fliegeralarm warnen, die beiden größeren gehörten der Kirchengemeinde. Sie wurden 1942, als alles verfügbare Material für den Krieg gebraucht wurde, eingeschmolzen.Die kleinste, die am wenigsten Bronze hatte, blieb als „Notglocke“ hängen. „Dann wurde sie vergessen“, sagt Hass. Nach dem Krieg wurden 1951 zwei neue Kirchenglocken installiert und das Geläut aufeinander abgestimmt. Bis heute klingen die kirchlichen Klangkörper zusammen mit der „Hitler-Glocke“ im Turm.

Bronzeglocke mit Hakenkreuz im Glockenturm der Kirche St. Jakob

 Bronzeglocke mit Hakenkreuz im Glockenturm der Kirche St. Jakob

Kritik an der unkommentierten Verwendung

Organistin Peters, die über eine ihr bekannte Historikerin auf die Glocke aufmerksam gemacht wurde, stört deren unkommentierte Verwendung. „Es ist der Geist, der da wirkt“, sagt sie. „Das geht nicht, dass ein Täufling getauft wird, und da läutet eine Glocke mit der Aufschrift ‚alles für’s Vaterland‘“. Das wirke, als ob das Kind dazu bestimmt sei, Kanonenfutter zu werden. Ihre Tochter und deren Mann hätten in der Kirche geheiratet, sie seien über die Nachricht entsetzt gewesen – der Großvater des Mannes war im Konzentrationslager umgekommen. In der Kirche heirateten viele Paare aus dem Rhein-Neckar-Raum, sagt die Organistin aus dem nahen Weisenheim am Berg, „und die wissen es alle nicht“. Ein Schild müsse her, fordert sie, man dürfe die Menschen nicht an der Nase herumführen.Bürgermeister: „Warum sollte man es ändern?“Es sei eine historische Glocke, und man müsse zur Geschichte stehen, sagt Bürgermeister Ronald Becker (Freie Wähler). „Es war eine aufreibende und schlechte Zeit für verschiedene Volksgruppen“, erklärt der Elektroingenieur. „So etwas soll nicht mehr passieren.“ An der Glocke ändern wolle man aber nichts. Sie sei in das neue Geläut integriert, es funktioniere alles wunderbar. „Wenn etwas gut funktioniert, warum soll man es ändern?“Es gehe ja nur um die Inschrift. „Am Klang kann man es gar nicht erkennen.“ Und die Schrift abschleifen? „Jede Änderung bringt einen Misston“, sagt der 54-Jährige. Und der Vaterland-Spruch? „So ein bisschen Selbstbewusstsein für unser Land sollte man schon haben.“ Außerdem würde eine neue Glocke laut Expertin 50.000 Euro kosten. Die Bürger seien auch mehrheitlich dafür, dass die Glocke hängenbleibe.

Man kann die Geschichte nicht tilgen, die bleibt am Leben! Findet euch damit am!

MKG

SchweizerKrieger

Polizist mit Nazi-Posts darf im Dienst bleiben


Der Tessiner Beamte, der auf Facebook Hitler und Mussolini verherrlichte und den Bundesrat bedrohte, bleibt vorerst im Dienst. Quelle

Ein Tessiner Polizist* verlangte die «Endlösung», postete Bilder von Hitler, von Mussolini, von Konzentrationslagern, beschimpfte Bundesrätinnen als Verräterinnen – alles offen auf Facebook. Seit bald zehn Jahren arbeitet der 53-Jährige für die Tessiner Kapo, hat den Rang eines Wachtmeisters. Nun kümmert sich der Staatsanwalt um seinen Fall.Doch Polizeikommandant Matteo Cocchi sagte zur Zeitung «La Regione»: «Solange die Ermittlungen laufen, werden wir keine Suspendierung beschliessen.» Der Mann bleibt bei der Tessiner Polizei im Dienst. Bei derselben Polizei, die noch einen Tag zuvor sein Verhalten tadelte. Die betonte, es handle sich um einen absoluten Einzelfall, der «einen Schatten auf das Korps» werfe.Kein Verständnis für den Entscheid des Kommandanten hat – neben vielen Bürgerbewegungen und Tessiner Bürgern, die im Internet ihrem Ärger Luft verschaffen – auch Ex-Polizist und FDP-Politiker Giorgio Galusero. Er sagt zu «La Regione»: «Das macht mich nicht nur als ehemaliger Beamter, sondern vor allem als Bürger wütend.» Und weiter: «Dieser Fall ist derart gravierend – da sollte es nicht nur ein strafrechtliches Urteil, sondern auch die Kündigung geben.»

Es ist ganz klare Meinungsfreiheit das UNTERSTÜTZEN WIR! Doch die Medien werden in und den Korps so lange in der Luft zerreissen, bis er gehen muss.

Bruderschaft 1291

Hitlers Rede in Zürich hallt nach


Adolf Hitlers Besuch in Zürich 1923 wird nicht offensiv kommuniziert und findet bisher auf den Websites von Stadt und Museum Rietberg keinerlei Erwähnung. Jetzt soll sich das ändern. Quelle

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Es ist eine wenig bekannte Episode in der Geschichte der Stadt Zürich: Adolf Hitler, der spätere Führer des Deutschen Reichs und Diktator, besuchte am 30. August 1923 die Villa Schönberg in der Enge. Dort hielt der Parteivorsitzende der NSDAP vor rund 40 Privatpersonen eine Rede «Zur Lage in Deutschland». Und er sammelte Geld für seine Partei. 30’000 Franken sollen zusammengekommen sein, die Hitler laut Historikern zur Vorbereitung des Münchner Putschs vom 8. November 1923 nutzte. In die Villa Schönberg eingeladen worden war Hitler von Ulrich Wille junior. Den Anlass organisiert hatte angeblich Hitlers Vertrauensmann Rudolf Hess, damals Student an der ETH. Der Hitler-Besuch in Zürich ist kürzlich durch einen Bericht der «Schweiz am Sonntag» wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Die Zeitung hat im Stadtarchiv Dokumente aufgespürt, die belegen, dass die Stadtpolizei Zürich jahrelang eine Akte über Adolf Hitler führte und (falsche) Gerüchte abklärte. Etwa, dass er Anfang der 30er-Jahre am Utoquai 39 bei einem deutschen Industriellen ein und aus gegangen sein soll. Als Hitler dagegen 1923 in Zürich Geld sammelte, soll die Zürcher Polizei im Dunkeln getappt haben.Die Villa Schönberg gehört seit Mitte der 1970er-Jahre der Stadt und steht unter Denkmalschutz. Seit 1978 ist das Haus, das von Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) auch schon als «schönstes Verwaltungsgebäude der Stadt» bezeichnet wurde, Teil des Ensembles des ­Museums Rietberg. Dieses nutzte die Räume erst für Ausstellungen, seit 1982 ist dort die Verwaltung des Museums untergebracht. Das Esszimmer, in dem Hitler einst sprach, wird heute vom Museum und vom Kunsthistorischen Institut der Uni Zürich für Sitzungen benutzt.Auf den Websites der Stadt und des Museums Rietberg findet der Hitler-Besuch bisher keine Erwähnung. Auf die Baugeschichte der Villa sowie auf andere prominente Gäste wird ausführlich hingewiesen, besonders auf den Komponisten Richard Wagner (1813–1883). Auch der Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II. von 1912 wird hervorgehoben. Auf den ersten Blick mag der fehlende Hinweis auf Hitler wenig erstaunen. Ein Auftritt des späteren Naziherrschers stellt aus Zürcher Sicht keine Sternstunde dar. Doch ist Schweigen der richtige Umgang mit dem Thema?Rietberg-Direktor Albert Lutz sagt: «Für mich ist unsere Informationspolitik zu diesem Thema gut: transparent, dokumentiert, publiziert, aber nicht offensiv.» Die Sachlage sei seit fast 40 Jahren bekannt, man weise bei Führungen sowie in der Publikation über die Villa Schönberg auf den Hitler-Besuch hin. Laut Lutz hat der Historiker Willi Gautschi 1978 den Hitler-Besuch aufgedeckt. Danach beschrieb der Schriftsteller Niklaus Meienberg in «Die Welt als Wille & Wahn» (1987) die Visite. Lutz selber wies in seinem Buch über die Villa Schönberg (2003) ebenfalls darauf hin. Der Historiker Alexis Schwarzenbach, Nachkomme der Familie Wille, entdeckte im Familienarchiv die Rede Hitlers und publizierte sie 2006 in einer Fachzeitschrift.Nach Ansicht von Historikern könnten das Museum Rietberg und die Stadt aber durchaus klarer auf den Besuch hinweisen. Werner Hagmann vom Archiv für Zeitgeschichte der ETH hält einen Hinweis auf den entsprechenden Websites für angebracht. Eingebettet in die Geschichte der drei Villen im Rieterpark, würde eine solche Anmerkung kaum Gefahr laufen, der Episode übertriebenes Gewicht zu verleihen. Die Reise Hitlers in die Schweiz zur Mittelbeschaffung für die NSDAP mag in der Geschichte des Nationalsozialismus eine Fussnote sein, so Historiker Hagmann. Aus Schweizer Sicht habe sie aber Gewicht.Für ihn ist sie ein aufschlussreiches Indiz dafür, dass rechtsbürgerliche Kreise hierzulande schon zehn Jahre vor der NS-Machtergreifung bereit gewesen seien, zur Bekämpfung des Bolschewismus auch mit antidemokratischen Kräften zu paktieren. Insofern erstaune es nicht, dass faschistische und national­sozialistische Ideen in den 1930er-Jahren auch in der Schweiz bis weit ins Bürgertum hinein Sympathien genossen.Auch Philipp Sarasin, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Zürich, findet, das Museum und das Kunsthistorische Institut sollten auf den Hitler-Besuch hinweisen, «vielleicht sogar mit einer Plakette am Haus, sicher aber im Internet». Zürich sei voll von Erinnerungen an Visiten «grosser» Männer. «Ein trockener Hinweis auf den Aufenthalt Hitlers und seine Rede, kurz kontextualisiert, finde ich angesichts der welthistorischen Bedeutung Hitlers zwingend – nicht zuletzt auch deshalb, weil er ja nach Zürich eingeladen wurde und hier Unterstützer und Sympathisanten fand.» Die Gefahr, dass der Ort zu einer Wallfahrtsstätte von Neonazis werden könnte, stuft Sarasin als gering ein.Zurückhaltender zeigt sich der Historiker Alexis Schwarzenbach. Er sieht in Sachen Hitler-Visite keinen Handlungsbedarf. Er habe das Museum Rietberg und die Uni im Umgang mit der Vergangenheit ihrer Gebäude immer als offen erlebt. Ein Ort wie der Rietberg habe so viele Geschichten zu erzählen, dass er einen Fokus auf den Hitler-Besuch nicht richtig finde. Zudem seien alle Fakten aufgearbeitet. Die Frage «Schweigen oder erinnern?» stelle sich so nicht, da weder das Museum noch die Uni etwas verschwiegen. Wenn man erinnern möchte, könne man das online mit einem Link zur Fachliteratur tun.Rietberg-Direktor Albert Lutz will nun aber für mehr Transparenz sorgen, wie er erklärt. Noch dieses Jahr werde das Museum die Informationen auf seiner Internetsite anpassen und auf den Hitler-Besuch hinweisen. Solange die Sachlage korrekt dargestellt und sachlich aufgemacht werde, sieht auch Lutz keine Gefahr, dass die Villa zu einer «Pilgerstätte» werden könnte. Dasselbe gelte wohl auch für andere Orte, wo Hitler auf seiner Reise 1923 durch die Schweiz aufgetreten ist und wo er übernachtet hat, so etwa im Zürcher Hotel Gotthard. Eine Plakette, die auf den Besuch hinweist, hält Lutz für verfehlt.Auch die Stadt will über die Bücher, wie Lukas Wigger vom Präsidialdepartement erklärt. «Wenn das Museum Rietberg die Informationen auf seiner Website ausbaut, werden wir anregen, dass auch städtische Dienstabteilungen mit einer Webseite über die Villa, vorab Grün Stadt Zürich, einen entsprechenden Hinweis anbringen.» Beispiele in Deutschland zeigen, dass es einen nüchternen Umgang mit dem heiklen Thema geben kann. So sind in dem neu eröffneten Richard-Wagner-Museum in Bayreuth auch jene Räume zu besichtigen, in denen Wagners Schwiegertochter Winifred jeweils Hitler empfangen hat. Und das Literaturmuseum der Moderne in Marbach zeigt einen Brief Hitlers an Ernst Jünger. Dass man sich auch zu unangenehmen Hinterlassenschaften bekenne, «gehört in Marbach nicht nur längst zum guten Ton, es wird als Verpflichtung angesehen», stellte die NZZ kürzlich fest.

Wir begrüßen die Offenlegung solcher Tatsachen. Mit jedem Medialen Bericht über Adolf Hitler lebt die Geschichte weiter! Was „DER“ Sache dient.

Die junge Queen und ihr Hitlergruss


Die Zeitung «The Sun» hat im Internet ein Video veröffentlicht, das Königin Elizabeth als Kind beim Hitlergruss zeigt. Der Palast ist empört. Quelle

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Da braucht es keinen Kommentar!

Signierte Hitler-Bücher „Mein Kampf“ verkauft


Bei einer Internet-Versteigerung selbst geht kein Gebot ein. Dennoch finden zwei signierte Bände von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ einen Käufer, der Zehntausende Dollar für die Schmähschrift zahlt. Quelle

Mein Kampf Original

Zwei von Adolf Hitler signierte Bände seiner Propagandaschrift „Mein Kampf“ sind in den USA für 43.750 Dollar (umgerechnet rund 40.200 Euro) verkauft worden. Laura Yntema vom Auktionshaus Nate D. Sanders in Los Angeles teilte mit, dass die 1925 und 1926 signierten Bücher am Donnerstag nach Auktionsende einen Käufer gefunden hätten.Bei der Internet-Versteigerung selbst sei kein Gebot eingegangen. Ein Gegenstand, der im Rahmen einer Auktion nicht weggehe, könne danach gekauft werden, sagte Yntema. Der Kaufpreis für die Bücher entspreche dem Mindestgebot von 35.000 Dollar zuzüglich der Prämie für das Auktionshaus.Bei einer ähnlichen Versteigerung vor einem Jahr waren zwei Hitler-Bücher für mehr als 64.000 Dollar unter den Hammer gekommen. Die Namen von Anbieter und Käufer wurden nicht bekannt.Hitler schrieb „Mein Kampf“ während seiner Haft 1924. Das in zwei Bänden veröffentlichte Werk wurde in der Weimarer Republik schnell zu einem Bestseller. In dem Buch legt Hitler seine politischen Ziele klar dar – vom Anschluss Österreichs bis hin zu seiner Forderung nach „neuem Lebensraum“ im Osten. Insbesondere ist „Mein Kampf“ ein Schmähschrift gegen die angebliche „jüdische Weltverschwörung“, den Bolschewismus und den Parlamentarismus.

Wer „Mein Kampf“ nicht gelesen hat, kann die Geschichte nicht verstehen!

 

Hitler-Kaffeerähmli gehen um die Welt


 

Die Produktion und der Vertrieb der Kaffeerähmli mit Hitler-Sujet sorgen hierzulande für Aufregung. Das Thema gibt aber sogar in Südafrika und Malaysia zu reden. Quelle

Der «20 Minuten»-Bericht, dass die Migros-Tochter Elsa Mifroma Kaffeerähmli mit Diktatoren-Bildern vertreibt, hat in der Schweiz hohe Wellen geschlagen. Doch auch im Ausland sorgen die Hitler- und Mussolini-Kaffeerahmdeckeli für Aufsehen. So schreibt etwa die deutsche «Bild» von einem «Skandal um Hitler-Sahne», der «Spiegel» berichtet von «empörten Schweizern». Das Nachrichtenportal «Focus» rückt hingegen in den Vordergrund, dass die Migros dem Hersteller gekündigt hat.Auch bei unserem südlichen Nachbarn sind die umstrittenen Deckeli ein Thema. Die italienische Zeitung «La Repubblica» zitiert den Hersteller, dass die Motive «nur für die Sammler wären». Der französische Sender TF1 titelt gewohnt sachlich: «Hitler und Mussolini auf Schweizer Kaffeerahm».Doch nicht nur im grenznahen Ausland sind die Rähmli in aller Munde. Newsportale rund um den Globus berichten über die Geschichte. Das südafrikanische Portal Times Live und auch die malaysische Malay Mail schreiben, dass Hitler und Mussolini beim Grossverteiler für rote Köpfe sorgen. Die renommierte «New York Times» erklärt, dass die Schweizer Kaffeerahmdeckeli normalerweise unschuldige Motive wie alpine Landschaften oder Lokomotiven zeigten. So sei es ein Schock gewesen, als ein Leser Adolf Hitler auf einem Rähmli erblickte.

Das war keine Propaganda einfach ein Teil der Geschichte!! Wen das eure Demokratie nicht ertragen kann ist sie Schwach! Auch die Entscheidung der M ist einfach lächerlich  

SchweizerKrieger

“ Nordische Division „

Ein böser Geist, der nicht vergeht


Eine Kaskade von Nazi-Vergleichen erschüttert Bundesbern. So absurd sie auch sein mögen, solche Aussagen gehören zu unserem Alltag. Ein historischer Überblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Quelle

In den Nuller- und Zehner-Jahren des 20. Jahrhunderts, als der junge Adolf Hitler ineinem Wiener Männerwohnheim hauste, irgendwo im Nirgendwo zwischen Kunstmalerei und Bierkeller-Politik, hätte wohl nicht einmal er selbst sich träumen lassen, welch eine Laufbahn als Kanzler des Deutschen Reiches und Weltenbrandstifter ihm noch bevorstand.Die geplanten 1000 Jahre sollte das von ihm begründete Reich zwar nicht Bestand haben, doch triumphiert Hitler bis heute über die Vergänglichkeit: Noch 69 Jahre nachdem er seinem Leben im Bunker ein Ende setzte, vergeht kein Tag, an dem der Führer nicht in den Medien präsent wäre. Nicht schlecht für einen Hanswurst, der in seinen Jugendjahren drauf und dran war, als gescheiterte Existenz zu enden: «Der böse Mann mit dem kleinen Bart ist noch gar nicht tot», sang Jan Delay nicht umsonst vor wenigen Jahren.

«Braune Tendenzen»?

Tatsächlich ist nicht zu erwarten, dass Hitlers Geist irgendwann das Zeitliche segnen wird. Dieser Tage gibt er im Berner Bundeshaus zu reden. Dies, nachdem BDP-Präsident Martin Landolt der SVP wegen deren Initiativ­plänen zum Asylrecht «braune Tendenzen» vorgeworfen hat.SVP-Chef Toni Brunner reagierte, indem er seinem Kontrahenten wenig später, bei den traditionellen Von-Wattenwyl-Gesprächen der wichtigsten Parteipräsidenten, den Handschlag verweigerte. «Einen Nazivergleich müssen wir uns nicht bieten lassen. Damit vergleicht Landolt die SVP mit Massenmördern», stellte Brunner historische Grundkenntnisse unter Beweis.

Levrat als Nachahmungstäter

Dessen ungeachtet doppelte SP-Präsident Christian Levrat einige Tage darauf nach: Man müsse «die Dinge beim Namen nennen», sagte er der «Sonntagszeitung» und tat, was er dafür hielt: Die SVP-Politik der letzten Monate weise «faschistoide Tendenzen» auf, behauptete Levrat. Dies erinnere ihn an die 30er-Jahre, bewies der SP-Politiker historisches Erinnerungsvermögen.Dass sich Brunner in beiden Fällen furchtbar aufregte, ist einerseits verständlich, kam andererseits aber auch sehr erwartbar daher. Man könnte sagen, dass beide Seiten ihre Rollen spielten, in einem wieder und wieder aufgeführten Stück, das stets derselben Dramaturgie folgt: Auf einen dummen Vergleich folgt empörtes Gekeife.Dabei könnte man mit Nazi-Vergleichen durchaus gelassen umgehen, etwa so, wie es der amerikanische Jurist Mike Godwin tut, der den rhetorischen Griff zu Hitler, Goebbels und Göring für eine Art Naturgesetz hält, das ebenso sicher und unvermeidlich eintrifft wie 1938 der Deutsche Gruss auf dem Nürnberger Reichsparteitag.«Godwins Gesetz», 1990 formuliert im Hinblick auf Debatten im Internet-­Vorläufer Usenet, lautet wie folgt: «Mit zunehmender Länge einer Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit den Nazis oder Hitler dem Wert Eins an.» Dabei hat sich die Beschimpfung in den meisten Fällen von historischen Tatsachen und Figuren längst gelöst: «Hitler», «Goebbels» oder «Nazi» sind zu Invektiven geworden, die ähnlich bedenkenlos verwendet werden wie «Arschloch» oder «Idiot».Weltmarktführer auf dem Gebiet des Nazi-Vergleichs ist – aus naheliegenden Gründen – Deutschland. Wahrscheinlich ist dies die dunkle Kehrseite der vorbildlichen und akribischen Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit, die das Land nach dem Zweiten Weltkrieg betrieben hat.Als eigentlicher Champion der Disziplin hat sich dabei ausgerechnet ein Historiker erwiesen, einer also, der es besser wissen sollte: der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl. Lang ist die Chronik kohlscher Ausfälligkeiten mit Nazi-Bezug: Ausgerechnet den sowjetischen Parteichef Michail Gorbatschow, mit dem er sich später bestens verstehen sollte, rückte der Christdemokrat im Oktober 1986 in die Nähe von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels: «Er ist ein moderner kommunistischer Führer, der (…) versteht was von PR. Der Goebbels verstand auch was von PR», so Kohl gegenüber dem US-Magazin «Newsweek».Im Juni 2000 wiederum verglich der Ex-Kanzler Boykottaufrufe der SPD, die diese wegen eines Parteispendenskandals gegen seine CDU erhoben hatte, mit dem Boykott jüdischer Geschäfte während der Nazizeit. Endlich und schliesslich, im August 2002, sagte Kohl über den damaligen Bundestagspräsidenten, den Sozialdemokraten Wolfgang Thierse, dieser sei der schlimmste Parlamentspräsident seit Nazi-Reichstagspräsident Hermann Göring.Eine Domäne der CDU ist die Faschismuskeule freilich nicht: Ein Nazi-Vergleichs-Duell mit einer Zeitverzögerung von mehreren Jahrzehnten lieferten sich im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert zwei SPD-Politiker: Im Sommer 1982 hielt Oskar Lafontaine, damals Oberbürgermeister von Saarbrücken, dem amtierenden Bundeskanzler Helmut Schmidt das Festhalten an «Sekundärtugenden» vor, mit denen man «auch ein KZ betreiben» könne.Das längst nicht mehr erwartete Revanchefoul des Altkanzlers erfolgte 26 Jahre später, im September 2008: «Auch Adolf Nazi war ein charismatischer Redner. Oskar Lafontaine ist es auch», so Schmidt in einem Interview über seinen Kontrahenten, der mittlerweile zur Linkspartei gewechselt war.Dass Nazi-Vergleiche Politiker­karrieren nicht nur beenden, sondern auch machen können, zeigte sich 2003: «In Italien wird gerade ein Film über die Nazi-Konzentrationslager gedreht. Ich schlage Sie für die Rolle des Lagerchefs vor. Sie wären perfekt», sagte seinerzeit der damalige italienische Premierminister Silvio Berlusconi im Strassburger EU-Parlament zum SPD-Abgeordneten Martin Schulz. Dieser schäumte, zeterte und lief rot an – und wurde auf einen Schlag vom weithin unbekannten früheren Kleinstadtbürgermeister zur nationalen Grösse.Den womöglich infantilsten Nazi-Bezug aller Zeiten stellten während der vergangenen Fussball-WM Mitarbeiter von 1Live her, einem gebührenfinanzierten deutschen Dudelsender. «Nati raus» titelten sie nach dem Aus des Schweizer Teams sehr zum gespielten Ärger des «Blicks» auf ihrer Homepage. Dem heiligen Gregor von Nazianz würden die deutschen Scherzbolde vermutlich statt eines Kreuzes ein Hakenkreuz um den Hals hängen – wenn der kleinasiatische Kirchenvater ihnen und ihren Hörern denn bekannt wäre.Mag solches manchem noch amüsant erscheinen, so nimmt das Motiv des Nazi-Vergleichs seine widerwärtigste Form oft dann an, wenn es um Israel geht: Die ebenso dumme wie unanständige Behauptung, was «die Juden» im Nahen Osten mit den Palästinensern machten, sei doch dasselbe, was früher die Nazis mit den Juden getan hätten, hört man in Deutschland von jedem zweiten Hausmeister. Anderen reicht in diesem Zusammenhang der Vergleich nicht mehr. Dann muss die Steigerung her: Israel sei «barbarischer als Hitler», hetzte der damalige türkische Premier und heutige Präsident Recep Tayyip Erdogan im Juli.So weit, dass Politiker ihre Kontrahenten schlimmer als die Nazis nennen, ist es in Bern noch nicht. So gesehen ist alles noch im normalen Bereich, denn Nazi-Vergleiche kommen und gehen. Sie gehören zu unserem Alltag.

Wen auch der vergleich nicht stimmt, das ist auch Meinungsfreiheit

Mehrere hundert feierten Hitlers Geburtstag


In der grenznahen elsässischen Gemeinde Oltingue haben mehrere hundert Neonazis am Ostersamstag den 125. Geburtstag von Adolf Hitler gefeiert.  Quelle

Das Konzert der sechs in rechtsextremen Kreisen international bekannten Bands wurde schon vor Monaten mittels Flyers angekündigt. Der Ort wurde jedoch geheim gehalten und war lediglich via eine deutsche Telefonnummer zu erfahren. Gemäss Angaben des linksautonomen Blogs Linksunten.indymedia.org sind mehrere hundert Neonazis aus Frankreich, Deutschland, Italien, der Schweiz und Tschechien dem Aufruf gefolgt und haben am Ostersamstag in Oltingue den 125. Geburtstag Adolf Hitlers gefeiert. Dass das Solidaritätskonzert für die «Nationale Bewegung» ausgerechnet im grenznahen Elsass stattfand, ist laut Indymedia kein Zufall. Neonazi-Konzerte im Dreiländereck würden sich langsam zur Tradition entwickeln und nicht selten werde Frankreich als optimaler Austragungsort gewählt. Dies, weil die Behörden dort im Gegensatz zu Deutschland und der Schweiz mit «Desinteresse und Ignoranz» reagierten. Die zuständige Polizeistation in Ferrette bestätigte auf Anfrage von 20 Minuten, dass am Samstag in  ein Neonazi-Konzert stattgefunden hat, ohne jedoch weitere Angaben zu machen und verweist auf den Bürgermeister von Oltingue. Dieser war bis jetzt nicht erreichbar.

Private Partys sind nicht verboten.

600 Panzer zu Hitlers 50. Geburtstag


Ein neues Buch analysiert die Inszenierung des höchsten Feiertages im Dritten Reich. Vor 75 Jahren galt der „Führer“ in Deutschland fast allgemein als wichtigste Gestalt der deutschen Geschichte.  Quelle

Früh aufstehen kann eine Qual sein. Jedenfalls wenn man gewöhnlich bis zwei oder drei Uhr nachts wach ist. So wie Adolf Hitler. Kein Wunder, dass der „Führer und Reichskanzler“ auf vielen Bildern von seinem 50. Geburtstag am 20. April 1939 eher verkniffen dreinschaut. In Erinnerung geblieben sind die, in unzähligen Fotos sowie in bewegten Bildern sowohl in Schwarz-Weiß als auch in Farbe festgehaltenen Paraden, mit denen die Reichshauptstadt Berlin an diesem Donnerstag den damals überaus populären Diktator feierte. Der Journalist und Historiker Armin Fuhrer hat jetzt aus Anlass des 75. Jahrestages die Planung und die Instrumentalisierung von „Führers Geburtstag“ analysiert und beschreibt die „perfide Propaganda des NS-Regimes mit dem 20. April“ in einem lesenswerten Buch. Schon um acht Uhr morgens fand der erste Programmpunkt statt: ein Ständchen für den NSDAP-Chef, dargebracht vom Musikkorps der Leibstandarte Adolf Hitler. Und weil die Musiker dazu in den Garten der Reichskanzlei gekommen waren, wohin sich die Fenster der „Führerwohnung“ öffneten, musste der Jubilar gestiefelt und gespornt sein.Dabei hatte Hitler, ganz seiner Gewohnheit treu, am Vorabend noch mit alten Getreuen beisammen gesessen und „palavert“. Joseph Goebbels notierte in sein Tagebuch: „Noch lange mit dem Führer erzählt. Mitternacht. Wir gratulieren ihm alle zum Geburtstag.“ Und er fügte hinzu: „Spät ins Bett.“ Das konnte ohne Weiteres zwei Uhr oder später bedeuten.Jedenfalls fiel dem Propagandaminister das Aufstehen am folgenden Morgen nicht leicht. Er hielt fest: „Morgens in aller Herrgottsfrische geht’s auf dem Wilhelmplatz schon los. Das Volk gratuliert. In rührendster Weise. Es ist ergreifend.“ Tausende Berliner und Besucher der Stadt drängten sich auf den weiträumig abgesperrten Straßen im Regierungsviertel und waren naturgemäß laut.Das diplomatische Programm begann um Punkt 9.20 Uhr mit der Gratulation des Doyen der in Berlin akkreditierten Botschafter, Nuntius Cesare Orsenigo. Dass ausgerechnet der Repräsentant der katholischen Kirche der erste war, der dem Kirchenhasser Hitler die Glückwünsche seines Staatsoberhauptes überbrachte, des erst seit sechs Wochen amtierenden Papstes Pius XII., war hergebrachten Traditionen geschuldet.Ansonsten hatten sich nämlich keine irgendwie bedeutenden Besucher angesagt. Der ranghöchste Gratulant war Emil Hacha, der Staatspräsident Böhmens und Mährens, des Mitte März 1939 von der Wehrmacht völkerrechtswidrig besetzten und zum „Protektorat“ herabgestuften Westens der ehemaligen Tschechoslowakei. Ein bedeutungsloser Politiker, nach dem Münchner Abkommen ins Amt gelangt als Lückenbüßer für den exilierten Präsidenten Edvard Beneš. Mit Hacha kam der „Reichsprotektor“, der von Hitler abgesetzte ehemalige Reichsaußenminister Konstantin von Neurath – eine zusätzliche Demütigung.Nach den beiden Repräsentanten des „Protektorats“ war der nächste internationale Gast der slowakische Ministerpräsident Jozef Tiso – ebenfalls von Hitlers Gnaden im Amt. Weitere ausländische Gratulanten jenseits des diplomatischen Korps hatten sich nicht eingefunden: eine deutliche Geste angesichts der von Deutschland gezielt eskalierten Lage in Europa.Die Neue Reichskanzlei, von Hitler in Auftrag gegeben, um „kleinere Potentaten“ zu beeindrucken, wurde so beim ersten ganz großen Termin zur weitgehend deutschen Bühne. Nun gratulierten nämlich die Mitglieder des längst völlig bedeutungslosen Reichskabinetts, das zum letzten Mal mehr als ein Jahr zuvor getagt hatte, und die Oberbefehlshaber der Teilstreitkräfte der Wehrmacht.Ohnehin spielte die Wehrmacht die Hauptrolle an „Führers Geburtstag“. Es war zwar noch kühl; die meisten Bäume waren noch kahl. Aber die Sonne schien. Gute Voraussetzungen für das eigentliche Ziel des Festtages, die neue Stärke Deutschlands vor den Augen der Welt zu demonstrieren.Um 10.15 Uhr rollte Hitlers offener Mercedes aus der Reichskanzlei und fuhr, mit einer Zwischenstation an der Stadtkommandantur, zur Festtribüne vor der Technischen Hochschule in Berlin-Charlottenburg. Hier, am Rande der kurz zuvor fertiggestellten Ost-West-Achse, wollte der Diktator die Parade seiner Streitkräfte abnehmen.Mehrere Hunderttausend Menschen säumten die Charlottenburger Chaussee – sicher nicht, wie Armin Fuhrer zu Recht feststellt, eine Million. Das hatte etwa die Linzer „Tagespost“ in ihrem überschwänglichen Artikel behauptet und taucht seither in vielen Beschreibungen des „Führergeburtstags“ auf. Aber ohne Frage wäre Hitler, hätte ein Attentäter ihn an diesem Tag getötet, als größte Gestalt aller Zeiten in die deutsche Geschichte eingegangen.Fast fünf Stunden dauerte die Parade, an der Fuhrers Recherchen zufolge 40.000 Soldaten und 1500 Offiziere teilnahmen, dazu 600 Panzer, 40 schwere Geschütze und zahllose andere Waffen. Die Sicherheit garantierten, neben der regulären Polizei, 25.000 SA-Männer und mehr als 15.000 Mitglieder des Nationalsozialistischen Kraftfahrerkorps. Die SS, die Elite der uniformierten Nazis, war mit 600 Mann rund um Hitler präsent.Goebbels jubilierte. „Ein glänzendes Bild deutscher Macht und Stärke.“ Er registrierte „Stürme des Beifalls“ und freute sich: „Der Führer wird vom Volk gefeiert, wie nie sonst ein sterblicher Mensch gefeiert worden ist. So also stehen wir da. Im gleißenden Sonnenlicht leuchtet die Siegesgöttin. Ein wunderbares Vorzeichen.“ffenbar traf diese Einschätzung sogar zu; dafür spricht die Erinnerung des US-Korrespondenten William L. Shirer. Er gab zu, die Parade, „die bisher bedeutendste Zurschaustellung militärischer Macht Deutschlands“, habe ihre Wirkung auf ihn nicht verfehlt.Als ein überschweres Geschütz, gezogen von gleich fünf Schleppern, an der Menge vorbeikam, habe den deutschen Zuschauern zuerst der Atem gestockt, dann hätten die Menschen begeistert applaudiert. Shirer fragte sich ratlos: „Wie konnte man nur unbelebten Dingen wie Kanonen und Panzern Beifall zollen?“Die internationalen Korrespondenten waren neben den deutschen Schaulustigen die wichtigsten Adressaten der Parade. Die wichtigen britischen Zeitungen berichteten denn auch, teilweise sogar mit Meldungen auf der Titelseite. Allerdings „nicht in der Breite, wie der ,Völkische Beobachter‘ es seinen Lesern, die den Wahrheitsgehalt nicht nachprüfen konnten, weismachte“, schreibt Fuhrer zutreffend.

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