Anders Breivik heißt nun Fjotolf Hansen


OSLO. Der norwegischer Anders Behring Breivik hat einem Medienbericht zufolge seinen Namen geändert. Quelle

Die Osloer Zeitung „Verdens Gang“ berichtete am Freitag unter Berufung auf das offizielle Namensregister, der Häftling heiße nun Fjotolf Hansen. Über die Gründe wollte Anwalt Öystein Storrvik sich nicht äußern.Breivik hatte den Namen Fjotolf Hansen schon einmal im Zusammenhang mit einer Firma genutzt, die er 2009 angemeldet hatte. Er hatte die Firma Geofarm als Tarnung genutzt, um unter anderem tonnenweise Dünger zu kaufen, den er für den Bau der Bombe brauchte, die er 2011 im Osloer Regierungsviertel zündete.

Das ist nicht Strafbar!!!

Breivik gewinnt Prozess gegen Norwegen


Anders Behring Breivik hat gegen seine «unmenschliche» Isolationshaft geklagt. Ein norwegisches Gericht gibt ihm recht.Quelle

Der Massenmord des Rechtsextremisten Breivik schockte vor knapp fünf Jahren die Welt. Der Täter sitzt seither in Haft. Dort fühlt er sich schlecht behandelt – und Norwegen eröffnet auch ihm den Rechtsweg.Die Haftbedingungen des verurteilten Massenmörders Anders Behring Breivik verletzen nach Auffassung eines norwegischen Gerichts seine Menschenrechte. Die Osloer Richter gaben am Mittwoch überraschend einer Klage des 37-jährigen Rechtsterroristen zum Teil statt und verurteilten den norwegischen Staat, dem Häftling die Gerichtskosten von umgerechnet rund 36000 Euro zu erstatten. Breiviks Anwalt Oystein Storrvik sagte der Nachrichtenagentur AP, sein Mandant sei mit der Gerichtsentscheidung zufrieden.Breivik ist zu 21 Jahren Haft mit anschliessender Sicherheitsverwahrung verurteilt, weil er 2011 in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen ermordet hatte. Die Richter monierten jetzt speziell Breiviks Isolationshaft in zwei verschiedenen Gefängnissen seit seiner Festnahme am 22. Juli 2011. Die Behörden hätten seiner psychischen Gesundheit nicht genügend Aufmerksamkeit beigemessen, als sie die Haftbedingungen festlegten.Das Osloer Bezirksgericht sieht darin einen Verstoss gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. «Das Verbot unmenschlicher und erniedrigender Behandlung steht für einen fundamentalen Wert in einer demokratischen Gesellschaft», heisst es in der Entscheidung. «Das gilt in jedem Fall – auch bei der Behandlung von Terroristen und Mördern.» Das Gericht verwarf aber Breiviks Klage, dass sein Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens verletzt werde, indem Kontakte zu anderen Rechtsextremisten beschränkt würden.Breivik hatte sich in seiner Klage über seine Abschottung von anderen Häftlingen, häufige Durchsuchungen und die Tatsache beklagt, dass er zu Beginn seiner Inhaftierung häufig in Handschellen gelegt worden sei. Während der viertägigen Verhandlung kritisierte er auch das Essen im Gefängnis und die Tatsache, dass er mit Plastikbesteck essen müsse.Die Regierung wies seine Beschwerden zurück und erklärte, der Häftling werde trotz seiner schwerwiegenden Verbrechen human behandelt. Breivik müsse aus Sicherheitsgründen von anderen Gefängnisinsassen getrennt werden.«Wir sind überrascht», sagte Regierungsanwalt Marius Emberland der AP nach dem Urteil. Sein Team werde die Gerichtsentscheidung genau prüfen, ehe über eine Berufung entschieden werde. Breiviks Anwalt Storrvik sagte, die Gerichtsbehörden müssten nun einige der Beschränkungen für seinen Klienten aufheben.Breivik hatte am 22. Juli 2011 vor dem Regierungssitz in Oslo eine Bombe gezündet. Dort kamen acht Menschen um, Dutzende wurden verletzt. Anschliessend fuhr der bekennende Rechtsextremist auf die Insel Utøya und schoss dort in einem Jugendlager der sozialdemokratischen Arbeiterpartei um sich. Am Ende ergab er sich der Polizei.Breivik hat im Hochsicherheitsflügel der Haftanstalt Skien drei Zellen für sich. Sie sind mit Videospielkonsolen, einem Fernseher, DVD-Player, einer elektronischen Schreibmaschine, Zeitungen und Sportgeräten ausgestattet.

Wir Gratulieren! Anders Breivik hat die selben Rechte wie alle anderen!

Bruderschaft 1291

Neue Spur um NSU-Morde führt nach St. Gallen


Ein ehemaliger Vertrauter des Neonazi-Trios NSU lebt offenbar seit Jahren in der Schweiz. Er soll Fahrzeuge für die Mordanschläge zur Verfügung gestellt haben.Quelle

 Uwe Mundlos, Mitglied des rechtsextremen Terror-Trios NSU, soll während dessen Mordserie bei einer Baufirma in der ostdeutschen Stadt Zwickau gearbeitet haben. Die Firma gehörte dem stadtbekannten Neonazi und damaligen V-Mann Ralf M. Wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet, lebt dieser seit Jahren in der Schweiz. Zuerst im Kanton Graubünden, heute im Kanton St. Gallen nahe der Landesgrenze zum Fürstentum Liechtenstein.Die jüngsten Erkenntnisse beruhen auf Recherchen der ARD und der «Welt». Zwischen 2000 und 2002, während Uwe Mundlos bei M. in der Baufirma arbeitete, tötete das NSU-Trio vier ihrer insgesamt neun Opfern. Bei zwei Taten soll das Auto, das die Mörder an den Tatort und zurückbrachte, über M.s Baufirma ausgeliehen worden sein. Und das vor den Augen von Baufirmaleiter M., der als Spitzel vom Verfassungsschutz bezahlt wurde.Der Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses im Deutschen Bundestag, Clemens Binninger, sprach nach den jüngsten Enthüllungen von «einer völlig neuen Dimension». Man wolle sich schon in der nächsten Sitzung mit dem ehemaligen V-Mann Ralf M. und den Verstrickungen des Verfassungsschutzes «vordringlich befassen». Laut der «Schweiz am Sonntag» dürfte M. im Kanton St. Gallen bald schon Besuch von der deutschen Polizei erhalten.

Auch bei Frau Zschäpe, gilt die Unschuldsvermutung bis zum Prozessende!!

In dem Verfahren will Breivik bessere Haftbedingungen erstreiten.


Der norwegische Massenmörder klagt, weil die Haft seine psychische Gesundheit gefährde. Gleich zu Beginn seines Prozesses provoziert er.

Der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik hat zum Auftakt seines Prozesses gegen den Staat vor laufenden Kameras provokativ seinen Arm zum Nazigruss erhoben. In dem Verfahren will der 37-Jährige bessere Haftbedingungen erstreiten.Der bekennende Nationalsozialist hatte im Juli 2011 77 Menschen in Oslo und auf der Insel Utøya ermordet. 2012 wurde der Norweger zur Höchststrafe von 21 Jahren Haft und Sicherungsverwahrung verurteilt.Breivik ist der Meinung, seine fast fünf Jahre andauernde Isolationshaft verstosse gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. Der auf vier Tage angesetzte Zivilprozess findet aus Sicherheitsgründen im Gefängnis in Skien statt, wo Breivik im Hochsicherheitstrakt einsitzt.Breivik sitzt in Isolationshaft. Ihm stehen im Gefängnis drei Zimmer zur Verfügung: eins zum Wohnen, eins zum Studieren und eins für den Sport.Er hat einen Fernseher, einen Computer ohne Internetanschluss und eine Spielkonsole, für sein Essen und die Wäsche ist er selbst verantwortlich. Seine Kontakte zur Aussenwelt sind drastisch eingeschränkt, seine Post wird kontrolliert.
Die Behörden wollen verhindern, dass der Attentäter ein «extremistisches Netzwerk» aufbaut. Er selbst sieht sich aber in seinen Menschenrechten verletzt und wirft dem norwegischen Staat Folter vor.Breivik hatte seit 2011 keinen Kontakt zu Mitgefangenen und seit dem Tod seiner Mutter 2013 keine privaten Besucher. Es sei seinem Mandanten unmöglich, persönliche Beziehungen aufzubauen, meinte sein Anwalt Øystein Storrvik. Ausserdem sei er unverhältnismässig häufig Leibesvisitationen ausgesetzt.«Wenn man keine Todesstrafe hat, sollte eine Haft nicht schlimmer sein als die Todesstrafe», argumentierte der Anwalt weiter. «Man muss davon ausgehen, dass Breivik den Rest seines Leben im Gefängnis verbringen wird.» Deshalb habe diese Sache eine grosse Bedeutung für sein weiteres Leben.Der Anwalt der Regierung, Marius Emberland, sieht in den Haftbedingungen keinen Verstoss gegen die Menschenrechte. «Breivik ist noch immer ein sehr gefährlicher Mann», sagte er. Er wolle als Märtyrer dastehen.Man müsse davon ausgehen, dass er seine «Mission» aus dem Gefängnis heraus fortsetze. Bei den Ausführungen schüttelte Breivik mit dem kahl geschorenen Kopf. Die Gefängnisleitung fürchtet zudem, dass Breivik andere Gefangene beeinflussen könnte.Am Mittwoch wollte Breivik drei Stunden lang dem Gericht seine Haftumstände darlegen. Ein Urteil wird erst in einigen Wochen erwartet.

Auch er hat Anrecht auf gute Haft Bedingungen! In der Schweiz ist der Hitlergruß als Begrüssung nicht verboten! Quelle

Breivik klagt gegen Norwegen


Der rechtsradikale norwegische Attentäter Anders Breivik klagt gegen seine Isolationshaft. Doch genau diese schützt ihn offenbar gegen den Hass der Mithäftlinge.

Der rechtsradikale norwegische Attentäter Anders Behring Breivik, der eine 21-jährige Haftstrafe unter verschärften Bedingungen absitzt, hat den norwegischen Staat beschuldigt, seine Menschenrechte zu missachten. Breivik reichte über seinen Anwalt Öystein Storrvik am Mittwoch eine Beschwerde ein, in welcher er unter Berufung auf die Europäische Menschenrechtskonvention die Lockerung seiner Isolationshaft verlangt. Storrvik sagte, Breivik habe im Gefängnis bloss mit Aufsehern und Gesundheitspersonal Kontakt. Er und sein Klient seien der Ansicht, dass es auch Kontakt zu anderen Personen geben sollte, allenfalls auch zu Mitinsassen. Auch die Tatsache, dass Breiviks ein- und abgehende Post der Zensur unterliegt, wurde beanstandet. Seitens der Strafvollzugsbehörden bestehen im Hinblick auf die von Breivik verlangte Lockerung der Isolation allerdings Befürchtungen, dass dies zu Angriffen gegen ihn führen könnte. Breivik hatte im Juli 2011 zuerst einen Bombenanschlag in Oslo verübt, bei dem 8 Menschen starben; darauf erschoss er auf der Insel Utöya 69 Teilnehmer eines Jugendtreffens der norwegischen Sozialdemokraten. Dass er sich in isolierter Verwahrung befindet, gründet nicht zuletzt auf der Uneinsichtigkeit, die er bei seinem Prozess an den Tag gelegt hatte. Die verfügte Strafe von 21 Jahren stellt das Höchstmass dar, das in Norwegen verhängt werden kann. Jedoch kann eine Verlängerung verfügt werden, wenn ein Insasse vor einer Entlassung immer noch als Gefahr für die Gesellschaft betrachtet wird.Dass Befürchtungen über mögliche Angriffe gegen Breivik nicht unbegründet sind, zeigte sich im April: Damals gelang es einem Gefängnisinsassen, in den Trakt mit Breiviks Zelle einzudringen und durch die geschlossene Tür Todesdrohungen gegen ihn auszusprechen. Storrvik vertritt Breivik erst seit einigen Monaten.

Auch er hat Recht!!

Beate Zschäpe attackiert ihre Verteidiger


NSU-PROZESS ⋅ Beate Zschäpe gibt keine Ruhe: Erneut hat Sie sich bei Gericht über ihre drei Verteidiger beschwert – diesmal sehr detailliert. Das könnte es dem Gericht schwerer machen, den NSU-Prozess unverändert fortzusetzen. images

Mit einem dreiseitigen handgeschriebenen Brief beschwerte sich die mutmassliche Rechtsterroristin Zschäpe bei Gericht erneut über ihre drei Verteidiger Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm. Sie wirft dem Trio vor, ihr bewusst geschadet und ihren Wunsch nach einer Aussage im Münchner NSU-Prozess nicht respektiert zu haben.Heer, Stahl und Sturm wollten sich auf Anfrage nicht zu Zschäpes Schreiben äussern. Der Brief liegt der Nachrichtenagentur dpa vor.Zschäpe beschreibt darin die Reaktion ihrer drei Anwälte, als sie zum ersten Mal vorschlug, vor Gericht auszusagen und damit ihr jahrelanges Schweigen über die Serie der zehn NSU-Morde und ihr Untergrundleben mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zu brechen. Als Antwort darauf will sie gehört haben: „Sind Sie irre, Frau Zschäpe?“Die drei Verteidiger hätten ihr dann auch mitgeteilt, dass sie „für eine solche Verteidigung […] nicht zur Verfügung stünden“. Die Diskussion über ein Ende der Schweigestrategie hätten die Anwälte immer „im Keim erstickt“ und von „prozessualem Selbstmord“ gesprochen.Als Zschäpe dann vor zwei Wochen tatsächlich ihr Schweigen brach, da hätten Heer, Stahl und Sturm fortwährend nonverbal in aller Öffentlichkeit gezeigt, was sie davon halten. Zschäpe klagt über „abfällige Gesten“, während ihr vierter Pflichtverteidiger Mathias Grasel ihre Aussage verlas.Tatsächlich war auch von der Zuschauerempore aus zu sehen, wie die drei Verteidiger immer wieder die Köpfe schüttelten. „Dieses Verhalten werte ich als bewusst schädigend“, schrieb Zschäpe.Im NSU-Prozess muss sie sich seit Mai 2013 dem Vorwurf stellen, sie sei als Mitglied der „terroristischen Vereinigung NSU“ für die zehn Morde mitverantwortlich, die dem NSU zugeschrieben werden. Neun Opfer sollen aus rassistischen Gründen ermordet worden sein, das zehnte Opfer – eine Polizistin – aus Hass auf den Staat. Zschäpe ist die einzige Überlebende des NSU-Trios.Ihr Streit mit Heer, Stahl und Sturm über ihr Aussageverhalten dauert schon mindestens ein halbes Jahr. Über einen erneuten Antrag Zschäpes auf Abberufung der drei Verteidiger hat das Gericht noch nicht entschieden.Auch über ihren Wunsch, stattdessen Grasels Kanzleipartner Hermann Borchert zum weiteren Pflichtverteidiger zu bestellen, gibt es noch keine Entscheidung. In ihrem Schreiben bat Zschäpe die Richter, ihre jetzt nachgereichten Gründe zu berücksichtigen.Kurz vor der Weihnachtspause hatten sowohl Zschäpe als auch der wegen Beihilfe zum neunfachen Mord angeklagte Ralf Wohlleben ihr Schweigen gebrochen in ihrer verlesenen Aussage bestritt sie jede Beteiligung an den zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) und schob die Schuld allein ihren toten Freunden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos zu. Sie will nicht einmal Mitglied einer rechten Terrorgruppe gewesen sein. Der NSU-Prozess geht planmässig am 12. Januar weiter, mutmasslich mit Nachfragen der Richter an beide Angeklagte. An Zschäpe hatten die Richter bereits zahlreiche Fragen gerichtet. Zschäpe-Verteidiger Grasel kündigte an, die Antworten schriftlich abzufassen und im Gericht zu verlesen.

In dem Sinne wünschen wir Frau Tschäpe ein gutes 2016 !!

Breivik braucht Kontakt zu Menschen.


Geir Lippestad hat den norwegischen Massenmörder Anders Breivik verteidigt. Er würde auch als Anwalt für die Terroristen von Paris arbeiten. Quelle

Der Mann, der den norwegischen Massenmörder Anders Breivik verteidigt hat, ist mittlerweile Stadtrat im Osloer Rathaus. Geir Lippestad bittet ins Eckbüro, legt das schwarze Jackett ab und wirkt ganz entspannt. Nach dem Gespräch wird der 51-Jährige ans Fenster gehen und von dort aus auf den Platz blicken, wo sich nach den Anschlägen im Jahr 2011 mehr als 200’000 Menschen versammelten und mit Rosen in den Händen eine Botschaft von Liebe und Toleranz gegen den Terror sendeten. Geir Lippestad war damals nicht dabei. Er war bei Breivik. Als dessen Anwalt hätte er sich kaum unter den Trauernden blicken lassen können. Wie schwierig diese Zeit für ihn und seine Familie mit acht Kindern war, das hat Lippestad nun auch in einem Buch beschrieben («Ich verteidigte Anders Breivik. Warum?», Herder-Verlag).Herr Lippestad, haben Sie noch Kontakt zu Anders Breivik?
Nein, meinen Auftrag habe ich vor sechs Monaten abgeschlossen.Braucht er keinen Rechtsbeistand mehr?Er hat einen anderen Anwalt engagiert, der ihn nun vertritt.weiterlesen…..

Er hat auch Rechte!!!!

Wendepunkt im NSU-Prozess? Maaßen setzt voll auf Zschäpes Aussage


Mit Spannung wird die angekündigte Aussage von Beate Zschäpe erwartet. Sie könnte nicht nur wesentliche Fragen beantworten, sondern auch Verschwörungstheorien entkräften, ist sich Verfassungsschutz-Chef Maaßen sicher. Quelle

Der Präsident des Bundes-Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, setzt hohe Erwartungen in die angekündigte Aussage der Hauptangeklagten im NSU-Prozess, Beate Zschäpe. „Es ist ganz wichtig auch mit Blick auf die Angehörigen der Opfer, dass Frau Zschäpe redet, damit endlich Klarheit besteht“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.Trotz der parlamentarischen Untersuchungsausschüsse und der Ermittlungen des Generalbundesanwalts seien vier Jahre nach Aufdeckung des Trios auch noch viele Fragen unbeantwortet, etwa nach der Auswahl der Opfer, dem Motiv zur Tötung der Polizistin Michelle Kiesewetter und zum Unterstützerumfeld. Auf Fragen nach der Rolle des Verfassungsschutzes im Verhältnis zum NSU sagte Maaßen mit Blick auf Zschäpe: „Ich hoffe, dass es nicht zu weiteren Spekulationen über die Rolle der Sicherheitsbehörden kommt. Ihre Aussage ist auch eine Chance, Verschwörungstheorien zu entkräften.“Er fügte hinzu: „Der Untersuchungsausschuss des Bundestags und der Generalbundesanwalt haben ganz klar festgestellt: Es gibt keine Hinweise darauf, dass der Bundesverfassungsschutz von den Plänen des NSU gewusst hat.“Nach monatelangem Schweigen hatte Zschäpe angekündigt, im Prozess um die Mordserie des rechtsterroristischen NSU vor dem Münchner Oberlandesgericht doch umfassend auszusagen.

Unschuldig bis zum Schluss

NSU-Prozess vor dem Aus? Zschäpe-Verteidiger geben ab


München – Nimmt der NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe eine neuerliche Wendung? Ihre Verteidiger haben am Montag Antrag auf Entbindung vom Pflichtmandat gestellt. Quelle

Im Münchner NSU-Prozess haben die drei bisherigen Verteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe – nämlich Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm – am Montag überraschend ihre Entbindung von ihren Pflichtmandaten beantragt. Er habe sich diesen Schritt „weidlich überlegt“, sagte Rechtsanwalt Heer. Er sei sich darüber im Klaren, dass der Prozess damit neu begonnen werden müsste. Das Gericht unterbrach die Verhandlung daraufhin für eine halbe Stunde. Erst vor kurzem hatte das Gericht mit Mathias Grasel einen vierten Verteidiger bestellt.Rechtsanwalt Heer verband seinen Antrag am 219. Verhandlungstag mit schweren Vorwürfen gegen das Gericht. Eine „optimale Verteidigung“ sei nicht mehr möglich. „Ich habe Sie davor mehrfach gewarnt“, sagte Heer im Gerichtssaal. An den Vorsitzenden Richter Manfred Götzl gewandt rief er zu seiner Warnung: „Die haben Sie in den Wind geschlagen“.Zschäpe wird seit dem ersten Prozesstag im Mai 2013 von Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm vertreten. Das Verhältnis Zschäpes mit diesen Verteidigern gilt seit langem als belastet, Zschäpe hatte bereits vor einem Jahr deren Entbindung beantragt. Das OLG München ließ kürzlich den Münchner Anwalt Mathias Grasel als vierten Pflichtverteidiger zu.Die Sprecherin des Oberlandesgerichts München, Andrea Titz, sagte, für eine Entpflichtung sei auch dann eine detaillierte Begründung notwendig, wenn die Verteidiger diese selbst beantragen. Allein die kürzlich erfolgte Berufung Grasels zum weiteren Pflichtverteidiger reiche nicht zur Begründung. Titz verwies darauf, dass das Gericht sowohl vor einem Jahr Zschäpes Antrag auf Entbindung aller drei Verteidiger als auch vor wenigen Wochen den Antrag auf Entbindung von Verteidigerin Anja Sturm zurückgewiesen habe. In der damaligen Entscheidung hatten die drei Verteidiger noch schriftlich Zschäpes Hinweise auf einen Vertrauensbruch als unbegründet zurückgewiesen.

Unschuldig und Stolz bis zu Schluss!!!!!

Anders Breivik und Beate Zschäpe, die Mitleidlosen


Der verurteilte Rechtsterrorist Anders Breivik, der heute vor zwei Jahren 77 Menschen tötete, prahlte vor Gericht. Beate Zschäpe, die mutmaßliche NSU-Terroristin, schweigt. Beide haben viel gemeinsam. Quelle

Am 16. April 2012 schien die ganze Welt auf Anders Behring Breivik zu sehen. Im Saal 250 des Osloer Gerichts saß der Mann, der am 22. Juli 2011 den Regierungssitz der norwegischen Hauptstadt mit einer Autobombe in die Luft gesprengt und anschließend auf einer kleinen Insel im 30 Kilometer entfernten Tyrilfjord 69 junge Menschen ermordet hatte, die dort an einer Jugendfreizeit der norwegischen Jungsozialisten teilnahmen. Alle im Gerichtssaal wollten wissen: Was treibt einen Menschen zu so einer bestialischen Tat?Der drei Monate dauernde Prozess hat darauf keine abschließende Antwort geben können. Zwei Gutachterteams kamen zu gegenteiligen Schlüssen: Während die ersten Sachverständigen von einer Unzurechnungsfähigkeit des Angeklagten ausgingen, hielten zwei weitere Psychiater ihn für schuldfähig – auch wenn er an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leiden sollte.Breivik sprach im Prozess viel über seine Motive, seine rechtsextreme, menschenverachtende Ideologie, seinen wahnhaft wirkenden Islamhass. Schwer erträglich wurden seine Tiraden, wenn er auf Nachfrage sagte, er bedauere lediglich, nicht noch mehr Menschen erschossen zu haben. Regungslos verharrte er auf seinem Stuhl, als die Anklage die Namen der Opfer und deren Schusswunden verlas; kein Augenzwinkern verriet, ob er überhaupt zuhörte.  weiterlesen……

Anders Breivik und Beate Zschäpe, die Mitleidlosen


  Der verurteilte Rechtsterrorist Anders Breivik, der heute vor zwei Jahren 77 Menschen tötete, prahlte vor Gericht. Beate Zschäpe, die mutmaßliche NSU-Terroristin, schweigt. Beide haben viel gemeinsam. Quelle

Am 16. April 2012 schien die ganze Welt auf Anders Behring Breivik zu sehen. Im Saal 250 des Osloer Gerichts saß der Mann, der am 22. Juli 2011 den Regierungssitz der norwegischen Hauptstadt mit einer Autobombe in die Luft gesprengt und anschließend auf einer kleinen Insel im 30 Kilometer entfernten Tyrilfjord 69 junge Menschen ermordet hatte, die dort an einer Jugendfreizeit der norwegischen Jungsozialisten teilnahmen. Alle im Gerichtssaal wollten wissen: Was treibt einen Menschen zu so einer bestialischen Tat? Der drei Monate dauernde Prozess hat darauf keine abschließende Antwort geben können. Zwei Gutachterteams kamen zu gegenteiligen Schlüssen: Während die ersten Sachverständigen von einer Unzurechnungsfähigkeit des Angeklagten ausgingen, hielten zwei weitere Psychiater ihn für schuldfähig – auch wenn er an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leiden sollte. Breivik sprach im Prozess viel über seine Motive, seine rechtsextreme, menschenverachtende Ideologie, seinen wahnhaft wirkenden Islamhass. Schwer erträglich wurden seine Tiraden, wenn er auf Nachfrage sagte, er bedauere lediglich, nicht noch mehr Menschen erschossen zu haben. Regungslos verharrte er auf seinem Stuhl, als die Anklage die Namen der Opfer und deren Schusswunden verlas; kein Augenzwinkern verriet, ob er überhaupt zuhörte. Als dann sein Propagandafilmchen eingespielt wurde, das er auf der Internetplattform YouTube veröffentlichte, weinte Breivik hemmungslos, so ergriffen schien er von seinem eigenen Machwerk. Lächerlich wirkte das, auch empörend und verabscheuungswürdig. Aber genau diese Szene legte den Blick frei auf seinen Abgrund: Breivik wollte diese Taten verüben, er hatte offenkundig Spaß daran, wild schreiend über die Insel zu laufen und Menschen zu töten. „Heute werdet ihr sterben, Marxisten“, brüllte er, während er um sich ballerte. In Todesangst rannten die Jugendlichen um ihr Leben, flüchteten in das Wäldchen, sprangen ins eiskalte Wasser, versteckten sich in Felsspalten.Breiviks bizarr großes Ego erlaubte es ihm, sich als Herr über Leben und Tod aufzuspielen, ein selbst ernannter „Ritter des Tempelordens“, der sich kurz vor seiner Festnahme noch selbst bei der Polizei als „Kommandeur Breivik“ meldete. Was war nun zuerst da: Ideologie oder Mordlust? Braucht der Terrorist ein Motiv, um seine Taten zu rechtfertigen? Oder sind sie das Ergebnis einer radikalisierten, grotesk verzerrten Analyse einer Wirklichkeit, die für den Attentäter so nicht hinnehmbar ist, für ihn also eine radikale Reaktion auf die Welt?Eine „Schwester im Geiste“ nannte Breivik in einem Brief an Beate Zschäpe das mutmaßlich letzte lebende Mitglied der deutschen Terrorzelle NSU, die dieses Ansinnen in einem Brief an einen anderen Bekannten von sich wies. Und doch hat Breivik womöglich mehr recht, als Zschäpe lieb sein dürfte. Im Gegensatz zu ihm schweigt sie über ihre Rolle zwar, ihr Auftreten vor Gericht weist aber einige frappierende Parallelen zu Breivik auf. So bemüht sich Zschäpe stets, einen unbefangenen, gar unbeteiligten Eindruck zu machen; so, als ginge sie das Verfahren gar nichts an. Als es um die Darstellung eines Opfers ging, sah sie kaum an die Wand, an die die Bilder vom Tatort projiziert waren. Stattdessen tippte sie auf ihrem Laptop herum.Am vergangenen Donnerstag jedoch setzte sie extra ihre Brille auf, um den Lichtbildervortrag eines Kripo-Beamten verfolgen zu können: Der analysierte nämlich die Reste der Zwickauer Wohnung, in der das Trio zuletzt wohnte und die Zschäpe nach den Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft in Brand gesteckt haben soll. Sobald das Interesse ihr oder ihrem Umfeld gilt, schaltet sie sich ein und wirkt interessiert. Noch einmal den Impfpass ihrer Katze Lilly sehen, noch einmal den Keller, in dem die beiden Uwes auf Holzplatten schossen.Die Opfer, die Hinterbliebenen aber dürfen von dieser Frau keine Reue erwarten, geschweige denn eine Erklärung. In dem 26-seitigen Brief, den Zschäpe an den polizeibekannten Rechtsextremisten Ronny S. schrieb, weint sie sich seitenlang über das öde Knastleben aus. Was in den Jahren zuvor passiert war und warum sie nun im Gefängnis sitzt, darüber verliert sie kein Wort.Was die Gruppe zu sagen hatte, steckt in dem zynischen Bekennervideo, das auf mehrere DVDs gepresst und von Zschäpe als letzte Tat des Trios an verschiedene Adressen verschickt wurde. Da erst wurde bekannt, dass es den NSU gab. Die Mörder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt töteten ihre Opfer ja nicht nur, sie fotografierten sie auch und verhöhnten sie in dem Zeichentrickfilm anschließend. Es gelang ihnen wie Breivik, jegliches Mitgefühl auszuschalten und anstelle dieser urmenschlichen Regung jenen unbedingten Vernichtungswillen hervorzubringen, den man braucht, um Menschen mitten ins Gesicht zu schießen. Schon der aufgeblasene Name Nationalsozialistischer Untergrund suggeriert die Existenz einer mächtigen Organisation, die eine Gefahr für den Bestand der Gesellschaft sein könnte.Aber gerade der Zusammenschluss zur Zelle wirkt als Katalysator für die Tat. „Der Eintritt in die Gruppe, das Aufsaugen ihrer Norm und die Knarre am Gürtel entwickeln ihn dann schon, den ,neuen‘ Menschen“, hat der RAF-Aussteiger Volker Speitel in einem Interview 1980 über sein Leben als Terrorist gesagt. „Er ist Herr über Leben und Tod geworden, bestimmt, was gut und böse ist, nimmt sich, was er braucht und von wem er es will; er ist Richter, Diktator und Gott in einer Person – wenn auch für den Preis, dass er es nur für kurze Zeit sein kann“, so Speitel.Von der „Gewaltlockung“ eines „entfremdeten, authentischen Lebens“ spricht der Hamburger Sozialforscher Jan Philipp Reemtsma in einem viel beachteten Aufsatz von 2005. Reemtsma brandmarkt die RAF als „Gruppe Desperados, die sich in Brutalität und Vulgarität gefielen“ und der so „die Aura des Rätsels“ zuwachsen konnte.Aber die Täter umgibt eben kein Rätsel. Sie entschieden sich zu töten, sie gefielen sich in der Rolle des politischen Mörders – und so verhalten sie sich vor Gericht. Der eine, Breivik, spricht darüber. Zschäpe tut es nicht. Ihre Empathie haben beide vor langer Zeit aufgegeben. Sie haben keine Gründe, das zu ändern – andernfalls müssten sie sich ja der Zumutung aussetzen, ein schrecklich Leben gelebt zu haben.

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