Armee: Ohne Uniform ins Wochenende?


VERTEIDIGUNG ⋅ Betrunkene Soldaten schaden dem Image der Armee. Eine Expertengruppe hat nun darüber diskutiert, die Uniformpflicht auf dem Heimweg aufzuheben. Die Armeespitze und Politiker winken ab.  Quelle

Soldaten, die zu laut sind, zu viel Alkohol trinken oder älteren Menschen im Zug ihren Platz nicht freigeben: Weil es immer wieder Armeeangehörige gibt, die auf dem Weg ins Wochenende oder auf dem Rückweg negativ auffallen, hat eine Experten-Begleitgruppe des Ausbildungskommandos kürzlich über eine Lockerung des Uniformzwangs diskutiert. Entsprechende Informationen bestätigt die Armee auf Anfrage. Konkret ging es um die Frage, ob die Armeeangehörigen künftig in zivil und nicht wie jetzt noch üblich in Uniform ins Wochenende entlassen werden könnten. Das schlechte Verhalten der Soldaten würde so nicht mehr auf die Armee abfärben. Die Experten-Begleitgruppe setzt sich aus Vertretern von der Armee zugewandten Organisationen zusammen, wie Mediensprecher Daniel Reist sagt. Dazu gehören etwa Milizverbände oder Swissuniversities. Mehr will er nicht sagen über deren Zusammensetzung. Reist betont aber: «Die Begleitgruppe ist kein Entscheidungsgremium, sondern eine informelle Diskussionsrunde.» Die Armee wolle so herausfinden, was Aussenstehende über sie denken und wo sie Handlungsbedarf sehen, so Reist. «Es gibt keinerlei offizielle Planungen oder gar Beschlüsse, die Angehörigen der Armee künftig in Zivil in den Urlaub zu entlassen.» In der Armeeführung werde diese Frage nicht diskutiert, sagt Reist. Auch Sicherheitspolitiker wollen nichts wissen von einer Lockerung des Uniformzwangs. «Ich sehe keinen Handlungsbedarf», sagt die Thurgauer SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher. Vielmehr sollten die Soldaten sensibilisiert werden, dass sie Aushängeschilder der Armee sind und sich auch dementsprechend verhalten sollten. Auch der Urner FDP-Ständerat Josef Dittli kann sich nicht für die Idee erwärmen. «Ich bezweifle, dass das Problem – wenn es denn überhaupt ein so grosses Problem ist – damit gelöst wird», sagt er. Dittli findet Sensibilisierung zielführender. Und er betont, dass es bereits heute Möglichkeiten gebe, Fehlverhalten auf disziplinarischem Weg zu ahnden.Es ist nicht die erste Diskussion über den Uniformzwang in der Armee. Der damalige Luzerner SP-Nationalrat Hans Widmer hatte 2009 eine Motion eingereicht mit dem Auftrag an den Bundesrat, die Reglemente der Armee dahingehend zu ändern, dass die Soldaten im Ausgang auf ihre Uniform verzichten können. Auch er begründete seinen Vorstoss mit dem Fehlverhalten von Soldaten. Der Bundesrat sprach sich jedoch gegen eine solche Lockerung aus: Der Grossteil der Armeeangehörigen verhalte sich im Ausgang korrekt, schrieb er in seiner Antwort auf den Vorstoss. Die Landesregierung räumte zwar ein, dass es in Einzelfällen Probleme mit unkorrektem Verhalten und Tenu gebe. Diesen solle aber nicht durch Ablegen der Uniform begegnet werden, sondern durch beharrliches Durchsetzen der Kader, vermehrten Kontrollen und Disziplinarstrafen, so der Bundesrat. Aus dem Vorstoss wurde denn auch nichts: Weil er seit mehr als zwei Jahren hängig war, wurde er im Jahr 2011 abgeschrieben.Uniformfragen treiben im Moment auch die Zivildienstleistenden um. Diese sollen während ihres Einsatzes künftig in der Öffentlichkeit erkennbar sein – sei es mit einer Uniform wie ihre Kollegen in Grün oder mit einer Armbinde. Einem entsprechenden Vorstoss hat der Nationalrat in der Sommersession deutlich zugestimmt. Nun muss der Ständerat noch darüber entscheiden.

Bestimmt nicht Sitte und Ortung mit Uniform das ist Pflicht.Wenn einige es nicht verstehen Kein Problem, nach der Dienstzeit 2 Tage in die Zelle, damit auch der Arbeitgeber weiss wo er sich aufhält:

 

«Ist Dienst mit einem Faschisten zumutbar?»


Ein bekennender Rechtsextremer soll laut Bundesverwaltungsgericht ins Militär dürfen. Politiker sind empört – und fordern ein Gesetz, um Extremisten aus der Armee auszuschliessen. Quelle

Es ist bereits der zweite umstrittene Gerichtsentscheid innert weniger Wochen: Ende Mai kam das Bundesgericht zum Schluss, der Hitlergruss sei in gewissen Fällen erlaubt. Nun urteilte das Bundesverwaltungsgericht, ein Tessiner dürfe trotz rechtsextremem Gedankengut und Nazi-Tattoo ins Militär. Es pfiff die Armee, die den Mann für untauglich erklären wollte, zurück. weitere Verbindungen anzeigen hat für den Entscheid kein Verständnis. «Wer sich in rechtsextremen Kreisen bewegt, hat weder Anrecht auf eine militärische Ausbildung noch auf eine Waffe. Punkt.» Er verweist darauf, die Rekrutierungskriterien würden nach dem Fall Höngg im Jahr 2007 aus gutem Grund sehr strikt ausgelegt. Damals hatte ein Rekrut eine ihm unbekannte junge Frau an einer Bushaltestelle erschossen. «Die Kontrollmechanismen nun wieder zu lockern, wäre fahrlässig.» Zudem könnten sich Extremisten aller Art von den beiden Urteilen bestätigt fühlen, befürchtet Büchler.
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sagt, die Armee ziehe immer wieder gewaltbereite Leute an. Indem das Gericht der Armee verbiete, Rekruten aufgrund ihrer Gesinnung auszuschliessen, heble es die bestehenden Kontrollmechanismen aus. Für Trede ist klar: «Die Armee und die Justiz müssen eine Handhabe bekommen, um Anwärter wegen extremistischen Gedankenguts auszuschliessen.» Sie prüft deshalb einen Vorstoss, um die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen zu schaffen.weitere Verbindungen anzeigen denkt derzeit darüber nach, eine Interpellation an den Bundesrat einzureichen. Nach einem vertieften Studium des Gerichtsurteils müsse geprüft werden, ob das Militärgesetz Lücken aufweist: «Es geht mir dabei insbesondere um die anderen Rekruten – ich frage mich, ob es ist zumutbar ist, dass diese mit einem Faschisten Dienst leisten müssen.»weitere Verbindungen anzeigen . «Die Armee ist bei der Zulassung zum Wehrdienst sehr vorsichtig und geht kein unnötiges Risiko ein». Da könne es vorkommen, dass ein Gericht bei einer Risikoabwägung zu einem anderen Urteil komme. Es gelte nun, dem Tessiner Rechtsextremen vom ersten Tag der Rekrutenschule an klar zu machen, dass man von ihm tadelloses Verhalten erwarte und für ihn Nulltoleranz gelte. Rechtlich sieht Fehr allerdings keinen Handlungsbedarf.Würden die Kandidaten in Zukunft zu strikt aussortiert, würde das laut Fehr nur zu einem erhöhten Missbrauchspotenzial führen: «Wer faul ist und keinen Dienst leisten will, könnte einfach behaupten, er sei ein Neonazi.» Die allgemeine Wehrpflicht dürfe nicht mit unzähligen Spezialbestimmungen ausgehebelt werden, so Fehr.

Das hat nichts zu tun mit „Umstrittenen Gerichtsurteil“  Das Bundesgericht urteilt nach geltendem recht! Doch was den Medien nicht passt, ist gleich umstritten. Ein Sieg für die Meinungsfreiheit  

Armee oder Zivildinst?


Das Hochschnellen der Zahl von Zivildienstgesuchen auf über das Dreifache binnen eines Jahres dürfte die Politik schon bald zu Korrekturmassnahmen zwingen.Quelle

Viele der Männer oder möchte gerne Männer sind nicht Hart genug eine (RS) Rechrutenschule durchzustehen. Zu kalt, der Kadi zu streng alles ausreden. Besser zum Zivildienst wechseln. Sofern genug Männer für die Armee zu Verfügung stehen, spielt es kein Rolle ob sie sich versetzen lassen.Aber die Beweggründe sind besser zu prüfen. Gewissensgründe sind für die meisten das Magische Wort um wegzukommen.  Wenn sie andres wo der Nation zu Verfügung stehen so ist  dem genüge getan, doch Drückeberger sind nicht zu Tolerieren.